Freitag, 4. Dezember 2015

Der Edeka-Weihnachtsclip 2015

In echt geht das viel schlimmer

Vielleicht habt Ihr auch schon den diesjährigen Edeka-Weihnachtsclip gesehen, der sehr viel Aufsehen erregt. Es kam sogar schon was darüber im Fernsehen, wie dieser Videoclip in Deutschland die Gemüter spaltet, weil er ein gesellschaftliches Phänomen aufgreift, nämlich die Tatsache, dass sich immer weniger Kinder noch um ihre Eltern kümmern, und das nichtmal zu Weihnachten, dem Fest der Familie.

In diesem Video wird die Geschichte eines alten Mannes erzählt, der jedes Jahr immer wieder von seinen Kindern zu Weihnachten vertröstet wird, sie hätten leider keine Zeit, sie kämen aber bestimmt im nächsten Jahr und so weiter. Oft sind es nur lapidare Grüße auf dem Anrufbeantworter,  mit dem sie wieder zu Weihnachten Bescheid sagen, dass sie keine Zeit für ihren Vater haben.






Auf den Fotos zeige ich Euch alte Bilder von meiner und Jürgens Familie, die meisten von meiner, denn von Jürgens Familie gibt es nicht viele alte Fotos. Viele dieser Bilder sind alte Weihnachtsbilder. Wie sagten meine Kinder immer. Mama fotografiert immer das gleiche. Na und? So habe ich jedenfalls heute Fotos als Erinnerung an sie ... tja ich hatte mal eine Familie, die mit jedem neuen Schwiegerkind allmählich auseinander fiel. Wenn ich sage, es war nicht meine, sondern die Schuld dieser ach so herzigen Schwiegerkinder, die ich mir nicht habe aussuchen können und die zum Teil nichtmal mehr existent sind, weil auch meine Kinder nicht mit ihnen klar gekommen sind .. was bin ich nur für eine böse Frau. Dabei stimmt das, ich habe nämlich versucht, mit ihnen auszukommen.
Aber nun weiter mit der Geschichte des alten Mannes aus dem Edeka-Weihnachtsclip.

Er greift zu einer List, um seine Kinder endlich einmal wiedersehen zu können, und zwar alle auf einmal, was er sich doch so sehr wünscht. Er gibt nämlich eine Todesanzeige auf. Plötzlich kommen alle, weil sie denken, ihr Vater sei gestorben.

Aber der lebt .. und sagt, wie hätte er denn sonst erreichen können, dass sie endlich einmal wieder alle zusammen zu Besuch kommen.

Ganz schön makaber, nicht?

Manche Menschen sind sehr betreten aufgrund dieses Edeka-Weihnachtsclips, andere sagen, wie kann man sowas nur so krass bringen.

Im Fernsehen sagten sie, dass inzwischen jeder 10. Mensch zu Weihnachten mutterseelen-alleine und totunglücklich ist. Das wunder mich nicht. Ich kenne viele Menschen, die niemand haben und oft froh sind, dass es noch virtuelle Gruppen gibt, wo dann ein wenig Wärme versucht wird rüberzubringen. Für viele das Einzige, das sie haben. Andere haben nichtmal das.

Dass Kinder sich beim Tod eines Elternteils noch besinnen wie in dem Videoclip von Edeka beschrieben, muss übrigens nicht so sein. Ich habe gerade bei einer entfernten Bekannten und guten Freundin einer Freundin erlebt (mit dieser Freundin und ihrem Freund feiern Jürgen und ich dieses Jahr Weihnachten, meine Restfamilie wage ich nicht zu fragen, da ich im Frühling die Ansage kriegte, man würde vielleicht 2016 mal vorbei schauen .. aber nur, wenn ich vorher nicht nerve .. nett nicht?



Ich habe es nämlich gewagt, meinem Sohn, dem einzigen, der uns überhaupt noch besucht und auch gelegentlich hilft, wofür ich ihm übrigens sehr dankbar bin, einen in meinen Augen wichtigen Ernährungstipp bezüglich einer Krankheit zu geben, die er hat .. wohl zu viel der Besserwisserei, denn alte Leute haben heute nicht mehr das Recht, womöglich Ratschläge zu geben.

Die sind doch doof und alt und auf .. wieso können die was wissen oder denken, sie hätten sogar recht damit ... die dooven Alten sollen soch einfach die Schnauze halten und froh sein, wenn man gelegentlich mitleidig nach ihnen schaut.

Die Freundin meiner Freundin, die gerade starb, hatte auch Kinder, die sich nicht mehr um sie gekümmert haben .. außer einem behinderten Sohn, der bei ihr wohnte und sie gebraucht hat ... um den sich vermutlich jetzt auch kaum jemand kümmern wird.

Sie war krank, auf Hartz IV oder Sozialhilfe angewiesen ... warum soll man sich dann noch um seine Mutter kümmern?

Die Kinder kamen nichtmal zur Beerdigung von ihr .. sie haben angeblich keinen Babysitter gefunden .. dabei kann man Kinder doch mit zur Beerdigung bringen. Toll nicht?

Bodo .. ein Leguan, den ich auf einem Weihnachtsmarkt fand .. mein Sohn Marius hat ihn gerade in seiner Hand. Mein Enkel war sowas von überrascht, denn Bodo war ein Fantasietier, das er damals immer hatte und von dem er immer sagte, den kann nur er sehen .. nun fand ich so ein Stofftier auf einem Weihnachtsmarkt und schenkte es ihm zu Weihnachten .. sein Gesicht war wirklich herrlich, als er dieses Geschenk auspackte.



Tja .. oben lacht auch mein Ältester Manu über diesen Leguan .... inzwischen habe ich meinen Enkel von ihm, den ich Euch unten zeigen werde, den Jarvin, noch nie gesehen .. ich durfte das Kind nichtmal kennenlernen.

Als ich einmal sagte, sie kämen nicht mehr, weil ich mit Hartz IV aufstocken muss .. wie kann man als Mutter nur so gemein sein ... aber vorher kamen sie ja alle noch .. schon komisch, nicht?

Wir sind halt alt und doof und verdienen ja deshalb auch nicht mehr viel .. Zeit zum Sterben, denn so alte Leute belasten doch nur die Gesellschaft.
Die meisten Kinder, die sich nicht mehr um ihre Eltern kümmern, werden sich heute nicht mehr so lieb entschuldgen wie die in dem Edeka-Weihnachtsclip.

Wer seine eigenen Eltern im Stich lässt, hat ja schon meistens ein schlechtes Gewissen. Das lässt sich nur damit beruhigen, indem man sich einen Grund zurecht legt, warum man die Eltern nicht mehr besuchen geht, nichtmal zu Weihnachten. Das geht ja nicht, wenn die nicht schuld sind und einfach so doof, dass sie gar keinen Besuch verdient haben .. oder nicht ???? Die Schuldzuweisungen müssen gar nicht stimmen, man kann es sich doch so lange einreden, was sie alles Böses getan haben, bis  man selbst daran glaubt. Das Gehirn baut das im Laufe der Jahre um .. das menschliche Gehirn ist nämlich so flexibel.

Ich kenne über das Internet inzwischen Mütter und Väter, die ihre Kinder weder geschlagen noch vernachlässigt haben, denn meine Generation hat ja eher die antiautoritäre Erziehung gelebt.

Mir werfen meine Kinder z. B. vor, ich hätte mich zu sehr in ihre Dinge rein gehängt. Ich würde sagen, ich habe sie bewusst in ihrer Individualität gefördert ... das reicht als Grund, um später den Kontakt abzubrechen, wie kann man nur?


Auch Jürgens Kinder sind beide nicht zur Beerdigung seiner Adoptivmutter gekommen . warum sein Sohn nicht, ich habe keine Ahnung. Seine Tochter hat behauptet, die Oma hätte sie ja nicht leiden können .. vollkommener Blödsinn, die Oma hat ständig von ihren Enkeln geredet.

Jürgen ist halt geschieden .. und die Kinder interessieren sich einfach nur für ihre eigenen Dinge.

Auch Jürgen hat seine Kinder, solange er noch mit seiner Frau zusammen war, sehr tolerant erzogen und auch seinen Sohn später, wenn er ihn an den Wochenenden besuchen kam, solange er noch ein Kind war, immer sehr verwöhnt. Das Kind war sein Lebensinhalt. Er hat jahrelang gesoffen, als sein Sohn nicht mehr kam, auch noch sein Vater starb und er seinen Job verlor, weil es einfach zu viel für ihn war.
Oben das ist Jarvin, mein Enkel von Manuel .. ich weiß inzwischen kaum noch genau, wie alt er nun ist und ob er schon in die Schule geht.

Meine anderen Enkel sind inzwischen Teenager. Ich würde sie auf der Straße kaum noch erkennen, finde manchmal Fotos im Internet .. auch von meinen Kindern .. sonst nichts.

Selbst virtuelle Grüße ... Bilder .. sind schon zu viel.
Das ist bei Jürgen auch nicht anders, den ihr oben mit seinen Kindern seht, als sie noch klein waren und mit seiner Adoptivmutter.

Meine Tochter hat einen neuen Freund ... der Kontakt brach ab, weil ihr Ex-Mann unglaublich hinterhältig war, der heute mit der Ex-Freundin meines Jüngsten zusammen ist .. deshalb die Trennung meiner Kinder von beiden ... die Gemeinheiten dieser Menschen leben aber fort .. es gibt keinen neuen Kontakt .. keine bessere Beziehung. Ich bin es doch .. die doof ist .. es waren nicht diese Schwiegerkinder, wird zumindest so gesagt ... ich hatte bei diesen Schwiegerkindern in meinen Augen nie eine Chance, die kannten nur ihre eigene Familie und eigene Mutter. Wer seinen Partner liebt, sollte aber nicht so egoistisch sein. Nur mal so ...


Natürlich haben Jürgen und ich noch Gefühle für unsere Kinder und könnten vermutlich auch welche für unsere Enkel entwickeln, wenn man uns denn die Möglichkeit dazu gäbe.

Eins könnten wir nicht ... Weihnachten so feiern wie es früher einmal möglich war.

Wer in Deutschland alt ist, kann das selten .. die knappen Renten, das Aufstocken mit Hartz IV, Nebenjob oder gar Sozialhilfe bei Regelsätzen, die weder einen Weihnachtsbaum noch Geld für Besuche, Geschenke oder auch nur den Kaffee zum Kuchen, der auch nicht im Regelsatz enthalten ist, beinhalten .. wer kann da noch feiern?

Man kann ja froh sein, dass die Kindern einen nicht besuchen kommen .. man wüsste ja nicht, womit man sie dann füttern und beschenken sollte.


Ja .. ich gehöre zu den Menschen, die den Edeka-Weihnachtsclip sehr gut finden.

Er macht den Anfang damit zu zeigen, wie dieses Land mit seinen Alten umgeht.

Es behandelt uns Alte wie Dreck und gibt den Jungen das Gefühl, es wäre doch an der Zeit, möglichst schnell zu sterben, denn wir Alten belasten die Gesellschaft doch nur damit, dass wir noch die Allmosen wie Rente, Sozi oder Hartz IV brauchen und die knappen Nebenjobs wegnehmen, weil wir gar das Bedürfnis haben zu essen.



Deshalb ein toller Clip Edeka .. danke dafür.

Ich kaufe oft bei Euch ein. Wenn ich an der Kasse bezahle oder was suche, sind Eure Mitarbeiter jedenfalls noch nett.

Ihr habt auch einen tollen Service für die ganz Alten .. nämlich einen Bringdienst.

Wer hat heute schon Kinder, die noch beim Einkaufen helfen, wenn man es selbst nicht mehr so schafft?

Tja .. vielleicht bewirkt Euer Videoclip zu Weihnachten ja bei manchen der Jungen, dass sie mal ihren Verstand einschalten, zum Beispiel um sich zu überlegen, dass sie die Nächsten sein werden, die von ihren Kindern, mit denen sie heute noch Weihnachten feiern, genauso behandelt werden.

Oder schlechter ???

Tja liebe Kinder .. denkt da mal drüber nach, ob die Art und Weise, wie Ihr heute die ältere Generation nicht mehr achtet, nicht auf Euch selbst und Euer Leben im Alter zurück fallen wird.

Es dauert nicht mehr lange, dann seid Ihr es, die so doof sind, dass man sich nicht mehr mit Euch abgeben muss. Dann sitzt Ihr zu Hause und seid vielleicht ganz alleine, weil Euer Partner auch nicht mehr lebt und die Kinder schon lange nicht mehr kommen.

LG Renate

Freitag, 27. November 2015

Das Leben ist doch ein einziger Kampf

Ein harter Monat geht zu Ende

Man kämpft sich so durch .. von Monat zu Monat, von Tag zu Tag, von Jahr zu Jahr und so weiter ... das ist im Leben wohl normal.

Was war besonders im November? Eigentlich nichts, aber wir haben ihn dennoch als hart empfunden ... auch wenn es nur eine minimale Kürzung vom Jobcenter ist, die wir jetzt durch volle 6 Monate schleppen müssen, weil ich so blöd war, einen realen Monat mit vielen Einnahmen, aber auch Ausgaben als Beispielmonat zugrunde zu legen, das Jobcenter aber natürlich nur die Einnahmen nahm, die Ausgaben aber nicht anerkannte als fiktive Kosten. Na super, dachte ich.
Schon wieder dagegen klagen .. ach leck mich doch am A.... dachte ich, keinen Bock auf diesen Sch.... habe es sein gelassen und sage mir, sie werden es uns halt irgendwann nachzahlen .. mit Glück ungefähr im Sommer 2016. Wenn dann die Nachzahlung kommt, werden wir uns sicher freuen.

Jetzt müssen wir eben irgendwie durch.

Anfang November kam der Schmied .. normale Ausgaben ... den Rest unserer Telefonrechnung und die gmx-Rechnung haben wir heute im letzten Moment abstottern können, bevor man uns DSL, Telefon und das Mail-Konto abgeklemmt hat.


Meine Küche war fast jeden Tag unter aller Sau ... kann man gut in unserem Koch-Blog nachlesen .. gesund war das nicht mehr ... verhungert sind wir halt nicht.

Nun ja ... es ist ein Blog über Hartz-IV-Küche und ich habe da gut zeigen können, wie man auch mit fast nichts im Portemonnaie noch was auf den Tisch bringt, das halbwegs essbar ist.




Eigentlich hatten wir am 22.11. Totensonntag und Sonntag ist der 1. Advent.

Gut und schön ... es lagen auch schöne Tannen-Sachen dafür bei Edeka rum .. ich hoffe, es liegt auch noch ein Rest davon am Montag da rum, denn obwohl heute ein wenig Geld von unserem Sonderkunden kam .. Gott sei Dank, sonst wäre uns sicher das DSL wieder abgestellt worden und das Wochenende Hungerei pur ... ich war froh, den Kühlschrank und die sonstigen Regale in der Küche mal wieder auffüllen zu können und endlich mal paar Vitamine auf den Tisch zu bringen .. und da war das Geld dann auch so gut wie alle .. hab keine 2 Euro mehr auf dem Konto .. das hätte für einen Adventskranz und ein Gesteck oder Tannengrün und ein Grabgesteck sowieso nicht mehr gereicht.

Ich weiß, meine Mutter versteht das .. wenn alle Stränge reißen, basteln wir Ihr mit den Angeboten für die Adventszeit was für ihr Grab .. wird auch gehen, auch wenn es etwas unkonventionell wäre .. aber das war meine Mutter auch ihr Leben lang.

Und Jürgen und ich haben sowieso das Gefühl für Stil verloren ... Romantik, was ist das? Das ist, sich einfach gegenseitig zu haben, zu lieben und zu beschützen .. halt im täglichen Überlebenskampf, immer Seite an Seite.


Das Wetter war diesen Monat auch nicht das Gelbe vom Ei .. wohl normal für November, aber trotzdem etwas, das einem auf den Sender ging.

Nun ja .. irgendwann wird es wieder Frühling werden .. so wie jedes Jahr.

Heute hatten wir Besuch ... unsere Freundin, die sich eine Weile etwas rar gemacht hatte, ist wieder da .. ich hab mir ihr geredet, offen und ehrlich .. sie hatte halt einfach wenig Zeit. Und ich war vielleicht ein wenig überempfindlich, was auch viel damit zu tun hatte, dass eine andere Freundin von ihr auch so fühlte und mich wohl mit ihrem Gejammer mitgerissen hat .. hab mich anstecken lassen von diesem eigentlich grundlosen Gejammere.
Wegen Schnee und Glatteis und noch keine vernünftigen Schuhe hatte ich Glück .. es gab nur einen Tag Schneeregen, soll übers Wochenende zu warm für Glatteis bleiben und am Montag kann ich zum Schuhladen laufen .. ich hoffe, sie haben auch was gut Sitzendes Bequemes für mich dabei.

Wenig zu tun im Job war eigentlich gar nicht .. ist halt so, dass man schon eine Weile braucht, auch wenn man zu tun hat, bis man als Texter was an Geld zusammen tippt ... oder wir werden im Alter immer langsamer .. keine Ahnung .. vielleicht läuft die Zeit auch schneller .. jedenfalls kommt es mir oft so vor.
 Ach ja .. die Fotos sind nicht aus November, sondern noch von Anfang Oktober .. da hatten wir noch richtig schönes Frühherbstwetter.

Fast vergessen irgendwie.

Ab heute haben wir sozusagen Krieg ... und es ist seltsam, ich finde es nicht falsch von unserer Kanzlerin, dass sie so entschieden hat, unsere Tornados als Aufklärungsjäger ins IS-Kampfgebiet zu schicken und auch irgendein Schiff ... wirklich Krieg ist es vielleicht auch nicht .. aber halt die Mithilfe dabei, diese Terroristen in die Knie zu zwingen .. und das halte ich dann doch für richtig.

Jürgen hat eine Schwester in Frankreich wohnen, deren Familie zwar auf dem Land lebt und nicht in Paris, aber trotzdem ...

... und sein Bruder, mit dem ich neulich telefoniert habe, hatte am 17., als beinahe der Anschlag in der Innenstadt von Hannover stattfand, gerade Geburtstag und ist 55 geworden .. wollte eigentlich zum Feiern in die Innenstadt. Der hat gesagt, diesen Geburtstag wird er sicherlich nie mehr vergessen .. so geschockt waren alle Menschen, die da auch nur in Gefahr waren und nochmal Glück hatten.
 Tja .. die Gründe, warum der IS mal entstand, sind eigentlich die, die ich in allen unseren Blogs so gern schildere .. nämlich die, wie man sich so durchs Leben kämpfen muss, weil alles von Jahr zu Jahr immer schwerer und härter wird .. dieser elende Kampf ums nackte Überleben.

Aber auch wenn sie sich deshalb mal gründeten, um eine bessere Welt zu schaffen .. so wie diese Gruppe vorgeht, das geht nicht. Man kann Ungerechtigkeit in der Welt nicht mit Mord und Angst und Schrecken vergelten ... da finde ich dann schon, sie zu bekämpfen, so hart es klingt, ist in meinen Augen richtig, auch wenn ich immer Pazifistin war .. aber das betrachte ich als Verteidigungskrieg, der sich nicht mehr hat verhindern lassen.

So .. nun gute Nacht und schlaft schön.

LG Renate

Mittwoch, 11. November 2015

Freundschaften

Sie begleiten uns meistens nur ein Stück unseres langen Lebensweges


Ich hatte schon viele Freundinnen und Freunde und habe heute eher wenig davon. Davon sind die meisten welche, mit denen ich überwiegend virtuellen Kontakt pflege, was aber oft auf beiden Seiten daran liegt, dass viele Menschen heute leider so wenig Geld haben, dass es nicht mehr möglich ist, viel herumzufahren.

Die ersten Freunde hatte ich als Kind in der Straße, in der ich aufgewachsen bin. Manche davon haben mich jahrzehntelang begleitet, aber irgendwann verlor ich alle aus den Augen. Die meisten nicht durch Tod, sondern einfach so, vielleicht auch mal durch einen Streit, aber in erster Linie diese auch, weil ich dort wegziehen musste.

Mit vielen meiner Kinderfreunde ging ich später zusammen zur Schule, lernte dort neue Freunde kennen und später auf der Berufsschule, bei meinem späten Abitur oder im Studium wieder andere.

Auch Arbeitskollegen waren zuweilen lange Zeit gute Freunde von mir, genauso Nachbarn.

Bei manchen Freunden denkt man, dass man sie nie verlieren wird.

Mein Hufrehe-Forum bescherte mir auch einige sehr gute virtuelle Freunde, die ich zum Teil auch persönlich kennenlernte. Die meisten davon verschwanden auch wieder. Eine Freundin habe ich davon immer noch und wir schreiben uns seit 12 Jahren fast täglich.

Mail-Freunde, mit denen ich laufend E-mails austausche, habe ich auch.

Ich habe Freunde bei Jappy und bei Facebook.

Manche dieser Menschen lernte ich über Jürgen kennen oder er über mich.

Jürgen hatte im Leben auch schon sehr viele Freunde und hat heute genauso wie ich nur wenige .. wir haben uns meistens nur gegenseitig.

Auch in Stallgemeinschaften gibt es oft nette Kontakte, aber bisher gingen alle verloren, wenn man den Stall wechselte.

Mit Nachbarn war das eigentlich immer genauso .. mit Kommilitonen oder Mitschülern meistens auch.

Ich habe auch Freunde verloren, weil sie gestorben sind, zuweilen sehr jung, was mich sehr mitgenommen hat.

Wenn ich einen guten Draht zu Freunden habe und sie aktuell da sind, sind sie mir nie egal. Es berührt mich, was diese Menschen erleben. Ich leide mit ihnen, ich freue mich mit ihnen und versuche, das auch zu zeigen. Wenn ich kann, helfe ich auch gern, wenn jemand Hilfe braucht. Oder ich helfe einfach dabei, Rat oder Informationen zu suchen, wenn das nötig ist.

Ich nehme mir dazu oft viel Zeit. Mit Geld habe ich früher auch geholfen, heute ist das für mich schwierig geworden .. Geld ist leider Mangelware geworden.

Tja ... die meisten Freunde, die man früher persönlich hatte, als die Welt noch ohne das Internet auskam, hat man eingeladen und wurde auch von ihnen eingeladen. Man wurde so Teil eines Freundeskreises. zu dem man irgendwie dazu gehörte.

Eine unserer Freundschaften war anders, sie war von Anfang an immer irgendwie sonderbar, weil diese Person immer nur uns besuchen kam, uns aber nie eingeladen hat. Ihre wechselnden Partner brachte sie dazu oft mit, andere Freunde waren für uns eher etwas Anonymes. Einmal lernten wir eine ihrer Freundinnen deshalb kennen, weil wir ihren Geburtstag gemeinsam bei dieser Freundin feierten. Sie wurde so auch eine Freundin von uns und gehört heute zu unserem Freundeskreis. Eine andere Freundin von ihr lernten wir virtuell kennen und sie ist gerade traurig, weil sie sich zurück gestoßen fühlt. Jürgen und mir geht es genauso.

Warum hat ein Mensch nicht einige wenige gute, sondern unzählige "Freunde", die er nur besuchen geht, bei eigener Lust und Laune zuweilen so oft, dass er diese Menschen mit seiner Gegenwart regelrecht ersticken kann .. denn so habe ich diese Freundin durchaus kennengelernt ... die mich in Phasen, wo sie eine Freundin brauchte und suchte, manchmal mehrmals täglich zu jeder Tages- und Nachtzeit besuchte .. bis mir irgendwann so der Kragen geplatzt ist, weil sie einen Jubiläumstag mit meinem Mann komplett zunichte machte mit ihrer ständigen Gegenwart, dass ich diese Freundschaft damals beendete. Wir haben uns wieder vertragen. Sie wollte das so und ich habe zögernd ja dazu gesagt.

Es lief eine Weile .. es war gut so, wie es war.

Jetzt ist es nicht mehr gut so, wie es ist .. sie hat wieder einen Partner, worüber ich mich gefreut habe und dachte, vielleicht würden wir nun sowas wie ein Freundeskreis.

Wir wollten ihr beistehen, weil sie eine Freundin verlor, die ihr offensichtlich viel wichtiger war als wir, obwohl wir jahrelang Feste wie Weihnachten oder Silvester grundsätzlich gemeinsam verbracht haben .. dieses Jahr kriegte Jürgen auf die Frage, wollen wir wieder zusammen Silvester feiern, aber gar keine Antwort.

Tja .. und als wir sie trösten und einem Freund von ihr mit ein paar Informationen gern helfen wollten, hat sie nichtmal geantwortet. Auch einer anderen Freundin nicht, die sich gerade sehr verlassen fühlt.

Tja ...wir werden uns wohl aus den Augen verlieren .. vielleicht auch nicht, wer weiß?

Ich für mein Teil habe zum neuen Freundschaftsversuch ja gesagt, aber ab heute laufe ich ihr nicht mehr nach. Sie weiß ja, was ich für eine Facebook-Seite habe, meine Telefonnummer, meine Adresse, meine mail-Adresse und sie ist genauso eng mit meinem Mann verkabelt.

Irgendwie hat mich dieses Schweigen verletzt, auch wenn ich verstehe, dass sie sich verliebt hat.

Ich habe gar nicht erwartet, dass wir uns ständig besuchen, auch nicht, dass wir uns täglich schreiben ... aber wenn jemand sagt, er sei meine Freundin, könnte diese Freundin mir schon zumindest alle paar Tage einmal so viel Zeit widmen, dass sie es schafft, mir einige Sätze im gemeinsamen sozialen Netzwerk als Antwort zu hinterlassen, wenn ich ihr etwas erzähle, was nicht für mich, sondern für sie selbst wichtig gewesen ist.

Eine ihrer Freundinnen, mit der sie einmal sehr gut befreundet war und mit der sie böse in Streit geriet, schrieb mich vor Jahren bei Jappy an. Sie beklagte sich bitter damals. Es war nichts Wichtiges mit dieser Freundin meiner Freundin, wir wechselten ein paar Sätze, mehr nicht, ich behielt sie nur in meiner Favoritenliste und habe ihr lange Zeit ab und zu kleine virtuelle Grüße geschickt.

Als ich neulich zum Herbstanfang ein nettes Bildchen an alle meine Jappy-Bekannten verteilte, konnte ich dieser Frau keines schicken ... ich bekam die Info, das ginge nicht, weil mich diese Person entweder ignorieren würde oder einen Kontaktfilter an hätte. Eigentlich mag es nicht wichtig sein. Fragen kann ich so nicht, warum das so ist .. aber es passierte nachdem ich bei Facebook sah, die beiden haben sich wieder vertragen.

Mein Mann sagt, es sei doch egal, ob da etwas hinter meinem Rücken war, das ich nicht weiß .. ich weiß nicht, eigentlich wäre es mir nicht egal, auch wenn mir diese Frau im Prinzip egal ist .. ich weiß einfach gern, woran ich bei Menschen bin, schon ganz und gar dann, wenn sie sagen, sie seien gute Freundinnen von mir und hätten momentan nur leider wenig Zeit.

Das ist ja kein Problem .. Zeit ist relativ.

Ich selbst nehme mir allerdings, auch wenn ich wenig Zeit habe, für Menschen, die mir wichtig sind, zumindest ab und zu etwas Zeit .. ich versuche diese Zeit, weil ich sehr vielen Menschen schreibe, immer so einzuteilen, dass keiner dabei zu kurz kommt.

Ich sage dann auch ab und zu, wenn ich mich nicht immer melde, ich schaffe das nicht immer alles .. aber es ist halt auch nicht so, dass ich mich nun gar nicht mehr melde.

Tja .. ich glaube, ich habe gerade innerlich eine Freundin in eine Ecke verbannt, in der sie für mich genauso unwichtig ist wie ich es offenbar in der letzten Zeit für sie geworden bin.

Sie selbst suchte mal so viel Nähe, dass es für mich viel zu viel war und ich habe sie schließlich immer näher heran gelassen .. vielleicht hätte ich das nie tun sollen.

Aber .. nein vielleicht doch ... es ist eben normal, dass uns Freunde immer nur eine Weile auf unserem Weg begleiten und dann in eine andere Richtung abbiegen als wir selbst.

LG Renate

Montag, 9. November 2015

Das Gute an unserem Job

Ich würde sagen, aktuell ist er sehr sicher !


Unser Job wird zwar nicht unbedingt super gut bezahlt, das ist wahr, aber seit wir in Deutschland den Mindestlohn haben, ist er viel sicherer geworden.

Ich kann nur spekulieren, warum das so ist und vermute, viele Studenten, die uns sonst in den Semesterferien das Leben nicht leicht gemacht haben, werden jetzt was anderes machen als texten. Ich vermute, das liegt daran, dass es eben den neuen Mindestlohn gibt und sie so doch mehr verdienen können, sind ja noch jung.

Nein ... es hat bis dato noch keine Erhöhung der Wortpreise gegeben, aber eines hat sich geändert. Es gibt viele Kunden, die einem Direct Orders schicken, es gibt auch viele besser bezahlte Team Orders und man kann sich unter einer großen Menge Open Orders die aussuchen, die sich gut schreiben lassen und einem liegen.

Das führt auch dazu, dass man etwas besser verdient als im vorigen Jahr.

Und wo ich mir sicher bin ist eins ... mögen in vielen Nebenjobs die neuen Flüchtlings-Praktikanten dazu führen, dass es weniger werden.

Nicht bei uns .. dazu muss man nämlich perfekt Deutsch können und bis das die neuen Flüchtlinge gelernt haben, falls sie es überhaupt jemals lernen werden, das wird dauern.

Ergo werden sie für Jürgen und mich im Job keine Bedrohung unserer und der Existenz von Chiwa und Prima darstellen und uns jobtechnisch gar nicht tangieren.

Das ist ein beruhigendes Gefühl.

LG Renate

Sonntag, 1. November 2015

Geile Idee, muss ich mir merken

Bin gerade über eine FB-Post gestolpert und will ihn Euch nicht vorenthalten.

Die beste Alarmanlage ...




LG Jürgen

Samstag, 31. Oktober 2015

Trotz Panik überall, bei uns war die Tage alles ruhig

Will mal ein wenig aus dem Oktober plaudern

Eben habe ich gerade Text Nr. 1.000 bei Textbroker abgegeben, den ich nur für dieses Portal bisher geschrieben habe.

Na ja ... ich hatte bei content, bevor ich da aufgehört habe, sogar weit über 2.000 Texte abgegeben und für unseren Sonderkunden haben wir auch schon genug geschrieben.

Na ja .. ist ne runde Zahl, deshalb erwähne ich das mal.




In unserem Hauptblog habe ich in den letzten Wochen oft was zum Thema Flüchtlinge geschrieben.

Ich habe nichts gegen Menschen aus dem Ausland, aber in diesen Unmengen finde ich das alles irgendwie beunruhigend.

Heute an Halloween flog ein seltsamer Asteroid ganz dicht an der Erde vorbei .. ich habe ihn aber nicht gesehen, obwohl ich mit Jürgen zu der Zeit sicherlich draußen war. Wir waren ja im Stall.


Es passt vieles so gut zur Apocalypse, was gerade passiert. Ich hab ein wenig Angst, was da auf uns zukommt.

Es erinnert mich an diesen sonderbaren Traum, den ich hatte, als ich meinen Ex kennenlernte und wo ich sehr bestimmt die Aufforderung bekommen habe, mit genau diesem Mann meine vier Kinder in die Welt zu setzen. Ich sah sehr deutlich jedes mit seinem Geschlecht und auch die Fehlgeburt, die ich zwischen Manuel und Esther hatte.


Auf dem Foto links seht Ihr übrigens die neue Reithalle, die aber immer noch nicht fertig ist, weil eine Feuerschutzwand und vieles mehr fehlen.

Macht nix ... solange sie nicht fertig ist, kostet es auch nicht mehr. Mich stört das nicht und Jürgen auch nicht.

Aber nun zur Apocalypse. Tja ich träumte sehr genau, dass mein 3. ausgetragenes Kind ein Mädchen würde und sie würde selbst auch ein Kind haben, das sehr wichtig für die Menschheit sei, denn es hätte die Aufgabe, den Teufel zu besiegen.
Ich habe meinem Mann und später auch den Kindern oder guten Freunden von diesem sonderbaren Traum erzählt.

Es stimmte ja auch alles. Ich habe meine Kinder genau in der Reihenfolge bekommen wie ich es träumte bis hin zur Fehlgeburt in der Mitte und bei jedem stimmte das geträumte Geschlecht.

Auch meine jüngere Tochter bekam ein Kind, einen Sohn. Sie nannte ihn Raphael, eigentlich im Scherz, denn Raphael ist der Erzengel der Apocalypse, der die Aufgabe hat, den Teufel zu besiegen.


Unser Raphael ist jetzt 15 Jahre alt und die Welt ist gerade dabei, komplett aus den Fugen zu geraten.

Wer weiß, was auf uns und natürlich auch unsere Enkelkinder jetzt alles zukommt?

Ich lass es auf uns zukommen wie alles im Leben. Ich rede täglich mit Gott, bin ja mal freiwillig in die Kirche eingetreten und hab mich taufen lassen, als ich 10 Jahr alt war. Wenn es für uns brenzlig wurde, hat uns irgendeine Macht oft in letzter Minute geholfen .. ja stimmt nunmal wirklich!

Tja und sonst? Unserer Freundin Ela ist gerade eine alte und sehr gute Freundin gestorben, die erst 54 Jahre alt war .. schlimm sowas, das war doch viel zu früh!
Bei einem sehr kranken Pferd einer anderen Freundin habe ich etwas gefunden, was dem Tier helfen könnte.
Unser Einzelkunde rief unlängst an, fragte, ob wir Zeit hätten, aber schickt wie immer die Aufträge nun nicht .. selbst schuld, wenn ich die, falls sie noch kommen, nicht in Windeseile abarbeite, sondern nur so, wie wir Zeit finden neben Textbroker, denn da haben wir regelmäßig Arbeit, von der wir eigentlich in erster Linie leben.

Chiwa hatte sich vertreten und war einige Tage in der Box, aber das war nicht sehr schlimm. Es geht ihr nun wieder gut.
Unsere Bäuerin hat ihr Baby bekommen, ein kleines süßes Mädchen.
Jürgen und ich hatten viele schöne Aufträge zu bearbeiten.
Meine Freundin Andrea hat uns einen alten PC geschenkt, nun fehlt mir noch das Oberteil, dann habe ich ein schnelleres Modell zum Arbeiten.



Tja .. Jürgen hat mir vorgestern erzählt, er will eine Bierpause einlegen und in der nächsten Zeit gar keinen Alkohol mehr trinken. Er hätte das Gefühl, es wäre in der letzten Zeit eine gewisse Sucht dabei gewesen nach jedem neuen Bier. Das müsse wieder aufhören.

Wie er darauf kam, ich weiß nicht genau.

Eine Nachbarin ist unlängst vor dem Haus einfach umgefallen, weil sie schon vormittags sturzbetrunken war. Wir unterhalten uns zuweilen mit ihr und ihrem Freund. Ob das den Ausschlag gab?

Na ja egal .. ich werde es beim Einkaufen berücksichtigen und erstmal kein Bier mehr mitbringen. Gesünder ist es sicher für meinen Mann und schadet ihm bestimmt nicht, denn er raucht ja noch.

Ich hinke heute auf dem linken Bein, gestern war es das rechte, Jürgens Rücken spinnt auch. Ich glaube, bei mir ist auch was im Rücken verklemmt, weil ich mal ein, dann wieder das andere Bein nicht richtig anheben kann und watschele wie eine Ente, um vorwärts zu kommen. Dabei muss ich bei jedem Kantstein aufpassen, nicht drüber lang hinzuschlagen, weil ich die Füße kaum hoch kriege.

Tja .. so wird man alt .. aber man genießt das Leben dennoch.

Ich genieße jeden Tag.

Mehr bald.

LG Renate

Happy Halloween

Falls Ihr heute feiert, viel Spaß dabei.


LG Renate und Jürgen