Dienstag, 26. Dezember 2017

Weihnachten allein zu zweit mit unseren Tieren - Tag 2

Der 1. Festtag war nicht ganz so ungemütlich


Nach dem ungelogen schauderhaften Nieselregen-Wetter mit noch dazu reichlich Wind dabei war der 1. Weihnachtstag dagegen schon wieder fast gemütlich.

Ich habe mich bemüht, mir die Weihnachts-Depression, die mich eigentlich jedes Jahr wieder befällt, wenn ich daran denke, dass weder Jürgen noch ich eine intakte Familie haben und auch noch so viel Mühe nicht dazu führt, dass das mal besser werden würde, nicht allzusehr anmerken zu lassen.

Es ist mir zumindest gestern gelungen, nicht heimlich zu weinen .. heute nicht, da hatte ich mal einen kurzen Anfall an Tränenfluss, während ich am Äppelsammeln war, aber habe das wieder unterdrücken können.

Jürgen hat es gar nicht mitbekommen, der war dieweil den Pferden ihre Heulage geben und bis er zurückkam, hatte ich die Tränen langsam wieder runtergewürgt und war in der Lage zu lachen, während mein Mann versuchte, dumme Witze zu machen, um meine Stimmung aufzuheitern.

Gestern ging es, da hatte ich nicht ganz so nah am Wasser gebaut. Warum das heute schlimmer war, keine Ahnung, ist halt manchmal so.

Heute war das Wetter nämlich besser als gestern und eigentlich was zum Aufhellen der Stimmung.

Wie sagte Jürgen heute, eigentlich macht man ja ständig mehr oder weniger die gleichen Fotos.

Ja das stimmt ... wir leben in einem ziemlichen Gleichklang mit unseren Haustieren und der Natur, die uns und sie umgibt.

Die Jahreszeiten ändern sich nur langsam und damit auch immer unser Lebensrhythmus und auch der der Tiere um uns rum.

Es ist eigentlich gar nicht mal leicht, immer wieder etwas anderes dazu zu schreiben, aber ich tu mein Bestes.

So werde ich nächstes Jahr eine neue Pflanzenserie starten, die dann wieder als Serie in den Hufrehe-Blog kommt, weil ich das auch wichtig finde, haargenau zu beschreiben, was wann wie wächst und wie das auch jedes Jahr je nach Wetterlage durchaus immer etwas anders sein kann .. ähnlich, aber nie gleich.

Wisst Ihr, was das Schöne an Haustieren wie einem Hund, Pferden oder sicher auch anderen Haustieren ist, an denen man sehr hängen kann?

Egal wie alt diese Tiere sind, wenn man anständig mit ihnen umgeht, das heißt sie weder mißhandelt noch nicht gut versorgt, sondern gut zu ihnen ist, sie streichelt, regelmäßig füttert und bei einem Hund nicht vergisst, dass der öfter mal Gassi muss .. bei Tieren wie Pferden ihre Umgebung versucht, so sauber wie möglich zuhalten und immer für frisches Wasser zu sorgen ....

... tja .. dann freuen sich diese Tiere darüber und zeigen das auch ganz deutlich.

Die kommen schmusen, ein Hund wedelt mit dem Schwanz, spielt mit einem, will gestreichelt werden und so weiter .. und Pferde, die oft etwas dezenter sind als Hunde, kommen an und kuscheln ganz zart mit der Nase oder dem Kopf oder wollen einen auch manchmal wie Artgenossen beknabbern .. und wenn man was mit ihnen an Bodenarbeit und dergleichen macht, dann zeigen sie, dass ihnen das Freude macht und machen auch mit.

Wenn man bei den Tieren seine Arbeit macht und so einige Stunden auf dem Gelände rumläuft, wo sie zu Hause sind, dann kommen sie zwischendurch immer mal an, sagen sozusagen hallo .. und gehen dann auch wieder und beschäftigen sich miteinander.

Wir haben zwar auch schon erlebt, dass Pferde Menschen ablehnen können, zum Beispiel im vorigen Jahr, wo Chiwa und Prima eine Phase hatten und sich nicht mehr aufhalftern und führen lassen wollten, weil wohl unsere damaligen Tüdelbeteiligungen nicht wirklich ein Gefühl dafür hatten, was ein Pferd braucht ... aber wer in der Lage ist, sich in die Mentalität von Pferden reinzuversetzen, der bekommt in diesen Tieren freundliche und sehr dankbare Wesen an seine Seite gestellt, die zeigen, dass sie einen gern haben, und das auch ganz deutlich.

Ja ...wer so alt geworden ist wie Jürgen und ich und darauf wartet, bald in Rente zu gehen, der fragt sich dann besonders an Weihnachten, warum man sich das eigentlich mal angetan hat, jahrzehntelang sein Herz an Kinder zu hängen, regelrecht für sie zu leben und das eigene Leben vollkommen in den Hintergrund zu stellen in der Annahme, sie müssten einen dann doch später, wenn sie erwachsen sind, genauso gern haben wie sie das als Kinder und auch noch als Teenager oder junge Erwachsene getan haben.

Wenn wir beide nie Kinder gehabt hätten .. über unsere Ex-Partner sind wir längst weg, sowas verkraftet man eigentlich ganz gut ...so ein Weihnachtsfest allein zu zweit könnte so toll sein.

Unsere gesamte Situation wäre vollkommen anders, denn ohne Kinder, in die man jahrzehntelang investiert hat .. Zeit, Geld und im Alter durch die Zeit, die man für sie aufgewendet hat, natürlich auch weniger Rentenanteile, weil man da sonst gearbeitet hätte ... wir wären heute vermutlich auch nicht arm, sondern gut situiert, wie man so schön sagt.

Menschen, die es gar nicht gäbe, würde man nicht vermissen, sich nicht nach ihrer Liebe sehnen und traurig sein, weil die Liebe, die man für sie empfindet, nicht mehr erwidert wird.

Jürgen sagt immer, unsere Kinder, sofern sie selbst Kinder haben, leben denen jetzt gerade vor, dass man ältere Leute einfach ignorieren kann, wenn sie zu nichts mehr nützlich sind .. nichts haben, nichts Besonderes können und vielleicht ja auch allmählich etwas schrullig werden.

Wenn sie Pech haben, werden sie im Alter .. also in unserem Alter .. vielleicht begreifen, wie weh sowas tut, weil ihre Kinder am eigenen Beispiel gelernt haben, dass man so mit den Alten umgehen kann und es möglicherweise dann nachmachen werden.

Oben in der Schubkarre sieht man übrigens, wie wenig es von vorgestern auf gestern nur noch geregnet hatte.

Heute war die Schubkarre ganz leer, kein Wasser drin .. Gott sei Dank.

Gestern waren wir mal eine Weile in dieser Ecke rechts rüber in Richtung der Schafe zugange .. heute wieder woanders.

Das neue Müsli, was die Pferde gestern zu Weihnachten bekommen haben, ist ein wenig trockener als unser anderes, aber eigentlich lecker, riecht gut und schmeckt den Pferden auch gut. Es fällt aber auf, dass sie danach dann alle erstmal was trinken gehen, wenn sie es auf haben.

Nach dem Abäppeln hatten wir vor, nochmal über den Friedhof zu meiner Mutter zu laufen, haben wir dann auch gemacht.

Abends liefen im Fernsehen die Minions und ich habe uns dazu Kartoffelsalat mit Würstchen gemacht. Wir haben halt versucht, das Beste aus Weihnachten zu zweit zu machen, ohne zu viel darüber nachzudenken, dass dieses Fest eigentlich ein Familienfest ist .. aber es packt einen Jahr für Jahr wieder.

Jürgen tröstet gerade eine Freundin, von der auch wegen Weihnachten und dem Verhalten der Kinder so eine traurige E-mail kam und antwortet ihr . ich werde das nachher auch machen.

Eine andere Freundin hat schon vor Wochen über eine Woche jeden Tag geweint, obwohl sie einen neuen Freund hat, weil ihr klar war, ihre Tochter wird sie nicht besuchen kommen, sondern lässt sie jetzt im Alter, wo sie sie am meisten brauchen würde, einfach im Stich.

Eine andere hat nach einer überstandenen Krebserkrankung im Herbst geheiratet und ihr Mann ist ein neuer Halt für sie geworden ... voriges Jahr waren die Kinder zu Weihnachten noch bei ihr, dieses Jahr kommen sie nicht .. sie gibt daran ihrer Mutter die Schuld, weil die ihren neuen Mann nicht besonders gut leiden kann und darüber wohl auch spricht.
Sie sagte was ganz Schreckliches .. falls die Mama mal nicht mehr lebt, wird das mit den Kindern sicher besser. .. Nein, das redet sie sich sicher nur ein. Wenn die Kinder wirklich kommen wollten, würden sie sich durch ein bisschen Tratsch von einer alten Omi davon ganz bestimmt nicht abhalten lassen. Jeder denkende Mensch weiß doch, dass alte Leute irgendwann sonderbar werden und dann manchmal auch ungerecht sind.

Kinder wollen immer, dass man ihre Partner egal wie die sind, mit den gleichen verliebten Augen sieht wie sie selbst, ja keine Bedenken äußert, wenn man die Probleme, da nicht verknallt, eventuell schon ahnt, die da noch auftauchen könnten später wenn der erste Rausch verflogen ist und der Alltag anfängt.
Es heißt dann, Eltern sind ja eifersüchtig oder die würden jeden Partner der Kinder von vornherein ablehnen.
Ich glaube, die meisten Eltern wünschen sich für ihre Kinder Partner, die sie auch glücklich machen.

Vorsichtige Kritik zu äußern heißt ja nicht, diese Menschen nun von vornherein in Bausch und Bogen abzulehnen und auch nicht, dass man nicht versuchen würde, mit ihnen auszukommen.

Und wenn genau das eintrifft, was man schon im Vorfeld geahnt hat, ist ein "Das habe ich leider befürchtet" auch keine Kritik, sondern einfach die Wahrheit. Warum können Kinder sowas nicht annehmen?

Und warum nicht, auch wenn sie vielleicht bei einem neuen Partner der eigenen Eltern denken, das passt nicht oder der ist nicht wie der richtige Papa oder die richtige Mama .. einfach genauso wie sie doch erwarten, dass ihre Partner akzeptiert werden, auch den neuen Lebensgefährten der eigenen Eltern als das sehen, was er ist. Nämlich der zumindest momentane Halt ihrer Eltern, den die auch brauchen .. denn so wenig wie die meisten Kinder heute Zeit haben, selbst wenn sie Weihnachten noch kommen sollten, braucht jeder ältere Mensch auch jemand, der im Leben wirklich täglich da ist und nicht nur alle Jubeljahre mal.

Ich war übrigens, weil meine Mama keinen neuen Mann wollte, eben als Kind wirklich immer für sie da .. das war nicht immer leicht, aber mir war klar, sie braucht mich .. und das nicht nur zu Weihnachten. Ich glaube, früher war das auch noch öfter so, dass alte Menschen im Schoße ihrer Familien auch im Alter nicht alleine waren, heute ist eine andere Zeit .. eine sehr grausame Zeit, was einem dieses "Fest der Liebe" jedes Jahr wieder bewusst macht.

LG
Renate

Montag, 25. Dezember 2017

Weihnachten allein zu zweit mit unseren Tieren - Tag 1

.. Heiligabend

 Dieses Jahr sind Jürgen und ich über Weihnachten ganz alleine.

Ich weiß gar nicht genau, ob es das erste Weihnachtsfest ist, wo wir ganz alleine sind, kann sein, kann auch nicht sein.

 Als im Jahr 2006 noch meine frühere Familie zu Weihnachten kam und ich da Heiligabend mit meinem Ex und meiner Mutter an dem Abend auch alleine war und wie wild am Vorbereiten wie immer, machte mir ein Gespräch mit meinem Ex nicht nur klar, dass unsere Ehe einen Punkt erreicht hatte, wo es nicht mehr weitergehen konnte und ich sie beenden wollte mir nur noch mehr Klarheit darüber verschaffen, was los wäre, um so auch besser erklären zu können, warum ich das vorhatte .. sondern mich quälten auch böse Zweifel, ob ein Autounfall ein paar Wochen davor eigentlich purer Zufall war, weil da meine Bremsen plötzlich versagten und ich mit meiner Mama ungebremst gottlob an einer Stelle, wo ich ganz langsam um eine Ecke fuhr, auf einen Baumstumpf knallte und so nur unser Auto zu Schrott fuhr und Mama nur sehr leicht verletzt, ich gar nicht verletzt waren.

 Dass mein Ex damals unbedingt zuerst das Auto wegräumen wollte als Mama ins Krankenhaus bringen, hatte vermutlich bei heutiger Betrachtung mit etwas Abstand nur den Grund, dass er Bammel hatte, unser Großer könnte deshalb Probleme kriegen wegen dem TÜV, weil mein Ex möglicherweise nicht alles repariert hat, was er hätte tun müssen, schluderig wie er damals mit allem umging, was zu Hause hätte gemacht werden müssen .. nein ich glaube nicht mehr, dass er was mit Absicht an diesem Wagen manipuliert hat .. er wollte nur die eigene Schlampigkeit schnell in seiner Bastelhalle verstecken . mehr nicht. .. Aber dennoch erzählte er mit Heiligabend 2006, dass er mir zuweilen den Tod wünschen würde .. und sowas macht einen halt sehr nachdenklich, so dass ich mir sagte, ich muss wissen, mit wem er mich gerade mal wieder betrügt und werde dieser Ehe ein Ende bereiten, es hat einfach keinen Sinn mehr.

 Als die Kinder und Enkel am nächsten Tag alle da waren, musste ich trotz meiner katastrophalen Laune Friede, Freude, Eierkuchen spielen und so tun, als sei alles wunderbar, obwohl mir zum Heulen zumute war.

Die Weihnachtsdeko hing noch zu Ostern in meinen Fenstern rum .. ich habe danach nie mehr unsere Wohnung anständig aufgeräumt oder dekoriert. Jürgen stört das nicht. Dessen inneres Chaos passt zu meinem und wir verstehen uns dennoch so gut, dass wir inzwischen geheiratet haben.

 Weihnachten 2007 standen wir vor dem Problem, dass nach einem eigentlich tollen Start durch meine neue Liebe Jürgen, auch zunächst ein tolles Verhältnis zu meinem Ex und seiner damals dann für die Kinder offiziellen Freundin plötzlich ab September alles anders war. Ab September bezahlte mir mein Ex keinen Unterhalt mehr und tauchte mit der Freundin meines einen Schwiegersohns als Familienanwältin auf .. seine Freundin .. nur die eine, denn es gab ja drei davon, die meine Kinder aber nicht kannten ... hatte angeblich von mir per E-mail eine Morddrohung bekommen ...

 ... und ich fragte mich, wer über meinen E-mail-Account sowas hätte in einem einwandfreien Deutsch .. aber eben nicht in meinem Stil .. schreiben können, denn mein Ex selbst, den ich oft ohne Aufsicht an meinen PC gelassen hatte, weil er selbst noch kein Internet hatte, der ist Legastheniker und kann so gar nicht schreiben.

Über den Clipfish-Account von Jürgen war zu einem Video, das wir von einer Reitershow meiner Tochter Esther gemacht hatten, ein Kommentar rausgegangen, er würde die Pferde bei ihr wieder wegholen wollen und ich fragte mich, wer hat sich in Jürgens Account reingehackt .. denn dieser Kommi hatte in meiner Familie eine Vollkatastrophe ausgelöst .. wir waren mit den Pferden bei Esther rausgeflogen, nun auf einem Hof in Klein-Barkau .. aber auch das war noch nicht alles.

 Mangels Unterhalt hatten wir im September keine Miete bezahlen können und warteten dringend auf das Geld vom Jobcenter.
Mein Bankkonto lief auf Marius, meinen Kleinen, auch das Telefon, DSL, mein E-mail-Account, mein Hufrehe-Forum und meine Homepage über seinen privaten Server bei manitu, wo er auch viele Sachen für diverse Gothic Bands usw. machte.

 Aber als das Geld dann überwiesen war, war dieses Konto gelöscht, meine E-mail-Adresse, das Forum und der Kontakt zu zum Teil richtig guten Freundinnen gelöscht, die ich erstmal wieder hab suchen und nur zum Teil wiederfinden können, und meine Homepage war auch weg. Das Geld musste erst beim Jobcenter zurückgebucht sein, bevor wir neues bekommen haben. Das dauerte mehrere Wochen. Inzwischen kündigte uns unser Vermieter, der schon lange sein Mietshaus verkaufen wollte, fristlos und wir standen Weihnachten 2007 vor der Räumungsklage. Wir versuchten die Familie zu erreichen .. später sagte mein Großer, der uns Ende März beim Umzug hiernach Preetz in unsere Sozialwohnung half, sie hätten alle gedacht, Jürgen macht das schon. Auch auf meine Frage, ob sie jedenfalls meine Mutter im Notfall aufnehmen könnten .. irgendeiner .. kam von keinem meiner Kinder eine Reaktion. ... und man findet noch heute von meinem Kleinen wiederum die Anzeige, dass er eine Wohnung suchen würde Ende des Jahres 2007 .. ein neues WG-Zimmer, wo er mit einziehen könnte .. denn damals war seine Beziehung zu seiner Freundin schon im Eimer. Das allerdings wussten Jürgen und ich nicht. Wir bekamen lediglich keine Antwort von ihm und er wusste möglicherweise, da selbst in Not, gar nicht, dass wir auch böse in Not waren.

 Als wir schließlich zum 1.4.08 umzogen, lief nach wie vor das Telefon und DSL in Nettelsee auf den Namen von Marius.
Jürgen und ich haben alles versucht, ihn zu erreichen .. es klappte nicht. Dass er mit seiner Freundin gar nicht mehr zusammen war und vermutlich nichts davon wusste, wir wussten nichts davon .. haben versucht, das über die Telekom oder 1 + 1 irgendwie zu klären, aber ohne Erfolg.
Tja warum lief so viel über Marius?
Mein Ex hat jeden davor über diese damals irre teuren Sex-Hotlines in üble finanzielle Schwierigkeiten gebracht . ich habe sonstwas sperren lassen, es kamen immer wieder neue Rechnungen dieser Art. Auf ihn selbst, später auf mich, dann auf meine Mutter. Bevor wir alles auf Marius angemeldet haben, habe ich alles, was irgendwie machbar war, von vornherein sperren lassen, was dann auch funktioniert hat.
Es gab auch noch keine P-Konten und mein Ex und ich hatten mehr Schulden als Haare auf dem Kopf, denn ich habe mich nicht ohne Grund scheiden lassen. Deshalb lief das Konto, um uns vor ständigen Pfändungen und dann kein Konto mehr zu schützen, auf unseren Sohn.


 Weihnachten 2008 waren wir im Sommer auf der Hochzeit unseres Großen gewesen und Marius war wieder bei seiner Ex eingezogen .. sie schrieb mir, sie sei so eifersüchtig gewesen und hätte ihm die Beziehung zu einer anderen Freundin deshalb kaputt gemacht .. nun ja .. und dass sie meinen Sohn ja so gern als rein platonischen Freund in der WG behalten wollen würde .. ich hielt diese Idee für ihn für falsch .. das konnte gar nicht gutgehen .. aber es war seine Ex und seine WG.
Wir trafen uns zum Adventskaffee, um wegen Weihnachten zu schnacken. Alle zusammen.

 Und dann kam das Gespräch auf diese endlos lange nicht gekündigten Telefonanschluss und ebenso den DSL-Anschluss und Marius meckerte, er könnte nichts dafür und Jürgen sagte, er auch nicht .. wir hätten monatelang versucht, Marius zu erreichen ohne Erfolg und unser Großer warf uns auch noch vor, seinen kleinen Bruder in Schwierigkeiten gebracht zu haben .. und Jürgen sagte dann, es reicht, Weihnachten fällt aus, sowas müssten wir uns nicht auch noch nachsagen lassen nach all diesen Gemeinheiten, die man da mit uns gemacht hatte.

 Seitdem war unsere Familie zu Weihnachten nicht mehr vorhanden .. Jürgens war ja schon Jahre vor unserem Kennenlernen verschwunden, was ihm extrem zugesetzt hatte.
Ob wir 2008 Weihnachten und Silvester schon mit unserer später langjährigen Freundin hier aus dem Haus, die Ende 2008 aus dem Frauenhaus hierher zog, gefeiert haben, weiß ich nicht mehr genau .. mag sein. Sie wurde für uns lange Zeit wie ein Kind im Haus, weil sie so anhänglich war und ständig Kontakt  und Hilfe suchte.

 4 Jahre lang gehörte auch eine andere Nachbarin aus dem Nebenwohnblock dazu, die sehr übergewichtig war und um die wir uns, nachdem ihre Tochter bei ihr ausgezogen war, solange sehr intensiv gekümmert haben (vor allen Dingen Einkaufen, weil sie nicht laufen konnte), wie wir ein Auto hatten. Als wir das nicht mehr konnte, weil wir eine Weile eben kein Auto bezahlen konnten, hat sie uns dann einfach bei Facebook ignoriert. Tja .. war die Freundin unseres Autos, nicht unsere, mit der wir auch oft Weihnachten oder Silvester gefeiert haben.
 2011 starb Ende September meine Mutter.

Im Sommer davor war Jürgens Tochter Nicole plötzlich samst Enkel Gabriel und ihrem damaligen Ehemann und Papa von Gabriel nach 18 Jahren bei uns aufgetaucht .. wir waren einige Male gemeinsam unterwegs gewesen und freuten uns auf Weihnachten mit ihr .. aber kurz vor Weihnachten war sie plötzlich nicht nicht mehr da .. das Geschenk für Jürgens Enkel hat dann irgendein anderes Kind von uns bekommen, das wir kaum kannten.

 In meiner eigenen Familie war durch die Beerdigungskosten, wo das Sozialamt dann auch von den Enkeln und deren Partnern verlangte, ein Formular über ihre Einkommensverhältnisse auszufüllen, das Chaos perfekt.
Der Bestattet hatte zwar gesagt, Enkel und schon gar nicht deren Partner müssen nichts bezahlen und mir geraten, sofort Klage beim Sozialgericht einzureichen, dass ich diejenige sei, die meine Mama begraben müsse als ihre Tochter, was ich den Kindern auch allen gesagt hatte .. aber mein Schwiegersohn machte dann dort Angaben über Dinge, die wir angeblich geerbt hätten wie unsere beiden Gnadenbrotpferde, die nie Mama gehört habe,, unser Auto, das auch nicht Mamas war oder dass wir beide gut bezahlte Jobs hätten, was gar nicht so war, denn wir sind erst Ende 2011 kurz vor Silvester als Texter gestartet, weil wir diese Möglichkeit erst dann entdeckt hatten.
 Tja .. ich bin immer noch dabei, alte E-mails zu löschen, weil ich mein gmx-Konto mal aufräumen muss, da zu voll .. und fand dann auch die E-mail, die ich damals dem Rest meiner Kinder deshalb zu Weihnachten schrieb .. wie entsetzt ich über so ein Verhalten gewesen wäre.

Gefeiert haben wir da mit unserer langjährigen Freundin wie immer .. auch Silvester. Familie .. also dagegen ist das mit meiner Familie heute eitel Sonnenschein, wenn ich das mit 2011 vergleiche.

 Seit 2012 ging es bei uns bergauf.

Nein es gab keine Katastrophen mehr wie in der Zeit von 2006 - 2011, die mit dem vergleichbar wären, was wir in diesen Jahren haben aushalten müssen.

Es gab sogar zuweilen sowas wie Annährung an manche der Kinder.

Wirklich einen neuen Kontakt aber nicht. Man gewöhnt sich daran.
 In diesem Jahr mache ich mir Sorgen wegen meines Jüngsten, der zwar nie zu Weihnachten kam, weil er da immer arbeitet und gut verdienen kann, aber meistens dann Anfang des kommenden Jahres.
Er ist umgezogen, schon im Frühling. Seitdem kann ich ihn genauso wie damals 2007 - 2008 schon sehr lange nicht mehr erreichen und bin unsicher, ob E-mails oder aber wenn ich auf den AB der Telefonnumer spreche, die ich noch von ihm habe, überhaupt bei ihm ankommen.
 Es gibt da etwas, wovon ich ihm in die Hand versprochen habe, es nie in meinem Blog zu erzählen, was mir in diesem Zusammenhang sehr große Sorgen macht. Aber ich werde das trotzdem nicht erzählen, verspochen ist versprochen.
Ich erzähle nur, ich erreiche ihn nicht und hab nicht so knapp Angst, es könnte ihm gar nicht gut gehen.
Dass er plötzlich ohne jeden Grund mit uns mault, kann ich mir nämlich nicht wirklich vorstellen. Das hat er vorher ja auch nicht getan.

 Tja - bis 2015 gab es noch Weihnachten und Silvester als selbstverständlich mit unserer damals so guten Freundin.

Seit 2016 nicht mehr, was damit zu tun hat, dass eine andere Freundin von ihr uns auf unserem Pachtland in der Feldmark nicht haben wollte und mit uns Streit anfing und sie sich auf deren Seite stellte. Das war eine große Enttäuschung für uns, aber Shit happens.

 2016 feierten wir Weihnachten mit Ines, mit der ich mir momentan schon lange wieder bei Facebook schreibe, aber Jürgen hat sich wegen ihrer politischen Ansichten im letzten Sommer mit ihr verkracht.
Sie ist Weihnachten alleine .. wir auch. So ist das manchmal. Vielleicht hilft es ihr ein bisschen, wenn ich ihr zumindest viel schreibe, mehr kann ich leider nicht tun.

 Tja . und dieses Jahr waren wir gestern alleine und haben aber von jemand, der unsere Pferde so toll findet, eine große Tüte Pferdefutter geschenkt bekommen, die er uns gestern extra auf die Koppel gebracht hat .. ist von Balios und heißt Oldie Fit .. seine Schwiegertochter gehört zu dieser Familie.
Die Hüs haben es heute gemischt mit unserem üblichen Vitalmüsli Beste Jahre probiert .. ich glaube, die Sorte ist gut zum Mixen .. wobei die Raisdorfer Mühle als was Ähnliches von Balios nur die Sorte Winterzauber, etwas für Offenstallpferde im Winter, da hat. Da wir das Haferwiese Strukturmüsli von Agrobs, weil zu viele zu große Heucobs dadrin waren, die bei Chiwa und Thunder fast mal zu einer Schlundverstopfung geführt hätten, zum Mixen als doch ungeeignet weggelassen haben, könnte das eine neue Idee sein .. denn eine zweite Sorte Müsli zum Mixen wäre schon toll. Wenn wir diese Tüte leer haben, werde ich im Pferde-Blog mal genauer erzählen, ob sie wirklcih gut bekömmlich für unsere Hoppas war. Sie haben ja erst heute die erste Portion davon verspeist.
Das Weihnachtswetter gestern war mehr als grauselig .. Nieselregen und dazu noch Wind.

Heute war es schon etwas besser.

Wenn ich den Teil 2 über heute schreibe, wird das kein Rückblick auf die Weihnachten der zurückliegenden 11 Jahre, sondern nur ein Bericht vom heutigen Tag .. aber wenn man ganz alleine zu zweit ist, auch wenn unsere Zweisamkeit was Schönes ist, das uns beiden sicher viel Halt gibt, den wir alleine nicht hätten, Weihnachten ohne die Kinder und Enkelkinder ist eben kein richtiges Weihnachten .. zumindest dann nicht, wenn es da Kinder und Enkelkinder gibt, die leben, in der Nähe zu Hause sind, und kommen könnten.

Und es geht einem an solchen Tagen sehr viel durch den Kopf .. das lässt sich leider nicht abschalten.

Wir kennen sehr viele Menschen, für die Weihnachten aus genau diesen Gründen oder ähnlichen ein ganz schreckliches Fest ist .. ganz einfach weil gerade dieses Fest der Liebe in der Familie einem immer wieder bewusst macht, dass die Familie leider nicht da ist.

LG
Renate