Sonntag, 3. November 2019

Norddeutsches Schmuddelwetter, aber wärmer am 2. November 19

Geregnet hat es nicht, als wir unser langes Gassi gemacht haben

 Nachdem der 1. Novembertag hier wirklich eiskalt war, war es gestern wieder wärmer, dafür aber regnerisch-trüb, also typisches Novemberwetter vom Feinsten.

Nun ja .. wir haben ja auch November.

 Bei unserer langen Gassirunde mit Pepe hatten wir Glück, es hat die ganze Zeit über nicht geregnet.

 Uns ist eine Glühbirne über Jürgens Schreibtisch durchgebrannt, aber Edeka hatte leider keine Leuchtmittel. Müssen mal sehen, wo wir sowas in Preetz dann kriegen. Ich weiß es nicht genau, irgendwo in der Stadt wird es wohl klappen die Tage.

Deshalb waren wir aber mit Rucksack auf bei Edeka vorbeigelaufen und haben das gleich mit Pepes langem Gassi kombiniert.

 Laut dem Onlineshop hat Edeka Leuchtmittel .. war aber eine Internet-Fehlinfo ... stimmt gar nicht.

Es waren mir ehrlich gesagt bisher auch noch nie welche begegnet, aber hätte ja sein können, dass ich es beim Einkaufen nicht gesehen habe, wo die sind.

 Hier war Jürgen wieder bei Edeka draußen und es ging unverrichteter Dinge weiter ein Stück durch die Stadt, weil wir schon auf der Ecke waren.

 Nach endlos langer Zeit, wo immer ein Gerüst drum war, ist dieses alte Haus, vor dem Jürgen rechts steht,  nun auch fertig geworden.





 Abgebogen sind dann hier durch diese tiefe Senke .. da war Pepe noch nie, hat erstmal überall fleißig rumgeschnüffelt.



 Ab und zu findet man noch immer mal vereinzelt das eine oder andere Blümchen.





 Aber es wird weniger mit Blumenmotiven jetzt.

Die grauen Tage kommen und werden sicher noch viele Wochen so bleiben, ist nunmal so und da müssen wir halt durch.

 Da waren wir durch die Senke durch und oben an der Straße angekommen.



 Die Schranken gingen gerade runter, denn es kam ein Zug.





 Zurück durch die Ostlandstraße .. also zumindest ein Stück.

Ganz durch sind wir die Ostlandstraße dann nicht gelaufen, weil wir "unsere alte Bekannte mit ihren beiden unangeleinten Kampfhunden" unten sahen, gegen die ja immer noch ne Anzeige von uns läuft und wir der nun bestimmt nicht begegnen wollten, also durch die Seitenstraßen abgebogen und anders gelaufen .. man gönnt sich ja sonst nichts in so "sicheren Gegenden, wo die Polizei einen vor Verbrechern beschützt, die einem mit Messerattacken drohen".

 Es regnete nicht, war auch nicht kalt, also war das auch halb so wild und unser Gassi so noch ein Viertelstündchen länger wegen dem Umweg als geplant.

Manchen Leuten geht man halt besser aus dem Weg.

Bei uns sind übrigens schon wieder Leute ausgezogen. Es zieht derzeit einer nach dem anderen hier aus, nun verstehen kann man das in gewisser Weise, auch wenn wir das nicht machen werden. Andere Sozialecken sind doch gar nicht besser als diese.

 Noch Halloween-Deko in den Gärten.

 Es sind aktuell sogar hier kürzlich zwei Familien ausgezogen, die die großen Wohnungen für Kinderreiche gemietet hatten. Momentan stehen diese großen Wohnungen für Kinderreiche, wovon es in jedem Wohnblock eine gibt, sonst nur 1-, 2-, und 3-Zimmer-Wohnungen, alle drei leer, sogar die, die wir davon am schönsten für eine Familie mit Kindern finden, weil die im Erdgeschoss im blauen Wohnblock ist und eine Terrasse hat, wo die Kinder raus in den Garten können.



 Aber die Menschen sind ja heute so kinderfeindlich .. vermutlich ist es unerträglich für große Familien, laufend durch irgendwelche Nachbarn, die sich durch die Kinder gestört fühlen, die nunmal immer etwas lauter sind, bei der Hausverwaltung angeschissen zu werden.

Wir erleben das ja mit, wie verständnislos viele Menschen heute reagieren, wenn sich wirklich noch einer traut, mehr als ein oder zwei Kinder in die Welt zu setzen.

 Da sie alle ausgezogen sind und die eine Wohnung für Kinderreiche im grünen Wohnblock schon monatelang leer steht, muss es aber möglich sein, hier wohl wieder bezahlbare Wohnungen zu finden . .auch für kleinere Familien oder Paare, denn es hauen momentan echt viele hier aus der Ecke ab.

 Man kann ihnen nur wünschen, dass sie woanders glücklicher werden.

Wie hat mein Jüngster Marius früher immer gesagt, er hätte es gehasst, auf dem Dorf zu wohnen, lebt ja heute mitten in Kiel, hat ja aber auch als einziges meiner Kinder selbst keine Kinder.

Ob er sich in einer Ecke wie dieser hier als Kind besser gefühlt hätte, schwer zu sagen, ich glaube aber nicht .. denn dort, wo wir früher für die Kinder dann ganze Häuser mit Garten und eher auf dem Land gemietet haben, war jedenfalls Platz und Lärm der Kinder nun nicht so sehr zu hören.

 Und wenn man so wie ich 4 Kinder oder auch nur 3 oder gar noch mehr als 4 hat und dann noch Freunde zum Spielen da sind .. ja das ist eben nicht vollkommen leise .. Kinder lachen, rennen, spielen eben, wenn die kleiner sind .. und als Teenager machen die Musik, feiern und möchten auch nicht, dass laufend die Nachbarn deshalb gleich die Polizei anrufen.

 Hier in diesem Garten kann man jetzt wieder die Goldfische im Teich schwimmen sehen, weil der wilde Wein davor keine Blätter mehr hat.

 Diese Mini-Blümchen .. ich habe sie ja schon öfter fotografiert .. etwas Dankbareres gibt es wohl kaum. Die blühen und blühen ...das taten sie schon im frühen Frühling und nun im späteren Herbst tun sie es immer noch.



 Fast zu Hause .. Blick auf unseren Wohnblock .. nun von hinten angesteuert, weil wir so totsicher dieser Frau mit dem Kamphunden nicht über den Weg gelaufen sind.



Und wieder bei uns auf dem Hof.



LG
Renate

Samstag, 2. November 2019

Wo Ihr fehlende Fotos aus einigen unserer biografischen Geschichten findet

Weil das jahrelang bestehende tynipic-Album nicht mehr existiert

Leider sind vor allen Dingen bei den etwas älteren biographischen Texten von Jürgen und mir und vermutlich auch sonst noch in älteren Texten, wo ich aber nichts mehr dran ändern kann, viele Fotos verschwunden.

Die hatten wir bei tinypic hochgeladen und dieses jahrelang bestehende öffentliche Fotoalbum existiert plötzlich nicht mehr.

Bei allen biographischen Sachen, also Dingen aus unserer Lebensgeschichte wie den Seiten

Jürgens Biographie sowie Bilanz - Renates Lebensgeschichte im Geschichten-Blog,

Chiwas Story aus dem Hufrehe-Blog,

Pferde-Geschichte und Die Pferde aus dem Pferde-Blog sowie

Hufrehe und Über uns aus unserem grünen Haupt-Blog

sind teilweise die Fotos verschwunden oder könnten verschwunden sein.

Alle diese Geschichten gibt es allerdings doppelt, wo wir sie zur Sicherheit, falls sowas passieren sollte, einmal hin übertragen haben.


Über uns - Biographisches

Chiwas Hufrehe-Geschichte

Geschichte unserer Pferde 

und

Vorstellung unserer Pferde.

Da könnt Ihr alles genauso gut lesen wie hier und auch alle Fotos sehen.

LG
Renate





Der November begrüßte uns im Norden mit Eiseskälte

In einem Nachbargarten sind sogar die eher unempfindlichen Fuchsien erfroren

 So .. nun ist November und die dunkelsten Wochen des Jahres kommen auf uns zu .. ist halt so und lässt sich nicht ändern.

Gestern beim Einkaufen fürs Wochenende war es hundekalt draußen. Mehr als 5 Grad plus hatten wir gestern nichtmal über Mittag.

 Nachts davor muss es noch viel kälter gewesen sein, denn in einem Nachbargarten waren sogar die Fuchsien erfroren, und die sind ja nicht so empfindlich und halten leichten Bodenfrost normalerweise noch gut aus.

Auch die Kapuzinerkresse in den Gärten hat übel gelitten unter diesem ersten extrem kalten Nachtfrost in der Nacht zum 1. November.

 Hier musste Pepe sich erstmal ganz dolle aufregen. Da waren doch glatt 4 Hunde vorbeigekommen, und das alles genauso krasse Kläffer wie er selbst, die auch noch angefangen haben und dann klar jede Menge Widerworte losließen.

Na ja, das brachte bei der Kälte seinen Kreislauf jedenfalls gut in Schwung.

 Da verfolgen wir die Spur der vier Hunde . .die dann auch noch alle vier zu Edeka hin sind.

 Als wir ankamen, parkten zwei davon in unserer gewohnten Ecke, also habe ich erstmal mit Pepe im Eingangsbereich gewartet.

Die anderen beiden waren hinten am Hundeparkplatz angebunden und ganz dolle am meckern.

Ist doch schön, wenn man nicht den einzigen Meckerhund hat.

 Als ich wieder raus kam, erzählte Jürgen, die beiden Frauen wollten gerne noch Kuchen essen und Kaffee trinken. Obwohl die zusammen gekommen waren, kriegten sich dann am Kaffeetisch draußen die vier Hunde in die Wolle und haben irre Krach geschlagen.

Pepe fand das geil und gleich noch mitgemischt. Na ja .. so ist ihm sicher dabei jedenfalls nicht kalt geworden. Als ich das Foto oben machte, waren die vier Hunde dann weg .. gemütlich Kaffee trinken hatte nicht funktioniert.

 Gestecke gibt es jetzt auch jede Menge schöne.

Am Wochenende fährt aber kein Bus hoch zum Friedhof. Das mit Mamas Grab winterfertig machen muss bis nächste Woche warten. Dann gehen wir dabei.

 Tja .. und Blätter über Blätter überall, es herbstelt halt immer mehr nun.
Und rechts seht Ihr den Fuchsien-Topf, der vorher noch so schön war und nun in einer Frostnacht einfach erfroren war.

LG
Renate

Freitag, 1. November 2019

Manche "Freunde" braucht man nicht wirklich im Leben

... auch wenn man die nach einer gewissen Enttäuschung auch schnell vergisst

 Jürgen und ich haben schon öfter erlebt, wenn man nicht mehr nützlich oder etabliert ist im Leben ist, dann sind Menschen, die vorher gesagt haben, man wäre ja ganz toll, plötzlich einfach weg.

Am meisten hat uns das weh getan, als wir das neben diversen Freunden, mit denen man früher kostspielig gefeiert hat oder ausgegangen ist, auch mit der eigenen Familie erlebt haben, die auch nicht mehr da war, als man plötzlich pleite war.

Freunde sind was anderes als Familie, den gleichen Schmerz wie Partner oder gar Kinder können die einem niemals zufügen.
 Trotzdem tut es im Moment weh, wenn man glaubt, es sind Freunde, wenn die ursplötzlich aus heiterm Himmel, weil man nicht mehr nützlich ist oder aber auch einfach, weil man aus irgendeinem Grund nicht mehr interessant ist oder vielleicht auch nur an irgendeiner Stelle eine komplett andere Meinung hat und auch dabei bleibt und sie das nicht akzeptieren wollen, von heute auf morgen weg sind.

Gerade die heutige Generation, die im Alter unserer Kinder oder jünger ist, neigt extrem dazu, sofort alles einfach zu ignorieren, was gestern noch toll und heute plötzlich out ist . .liegt wohl an deren Mentalität, die unsere Generation noch nicht hatte.
 Der aktuellste Fall von Freundschaft, der sagen wir mal uns und auch einer anderen Freundin von uns aus Kiel einfach nur ein wenig weh getan hat, wo wir uns aber alle drei darüber einig sind, nachlaufen werden wir dem nicht, das hat er gar nicht verdient, weil wir es nicht verdient haben, so behandelt zu werden, kommt aus Rendsburg und wir lernten ihn über eine Frau kennen, mit der er mal eine Weile zusammen war und landeten so in seiner Facebook-Freundesliste.
 Es gab in seinem Leben ein kleines Mädchen von einer Ex-Freundin von ihm, die Pferde liebte und wegen der er uns dann eines Tages fragte, ob sie ab und zu bei uns auf unserem Pony Chiwa reiten dürfte. Klar durfte sie das, warum denn nicht?

Wir freuten uns, wenn die beiden zu Besuch kamen, haben uns dann immer viel Zeit für ihn genommen.

Jürgen und ich und auch unsere Kieler Freundin, die ihn über uns dann auch kennenlernte, weil wir gemeinsam mit dem Kind bei einer Reitershow waren, haben diesem Mann nie was Böses getan.
 Wir waren da, wenn er uns besuchen wollte, haben nie nein dazu gesagt, solange wir noch eigene Pferde hatten.
Wenn die Kleine am Reiten war, haben wir ihm zugehört, wenn er sich über die Frau ausgeheult hat, über die wir ihn überhaupt kennengelernt haben.

Wir kennen sie auch als jemand, die eine schlimme Kindheit hatte und schon viele verschiedene Partner vor ihm, von denen wir wissen, sie war denen auch nicht treu. Wir haben ihm sofort geglaubt, dass sie ihm auch nicht treu war.
 Trotzdem glauben wir bis heute eins nicht, was er uns erzählt hat. Er ging in seiner Eifersucht damals zur Polizei und will dort von den Preetzer Polizisten erfahren haben, dass dieses Mädchen in Preetz als professionelle Prostituierte geführt werden soll. Ich glaube nicht, dass die Polizei solche Daten weitergeben dürfte und ich glaube auch nicht, dass dieses Mädchen sowas tut, die ist in meinen Augen einfach nur eines nicht, wirklich bindungsfähig. Und das hat mit vielen schlimmen Kindheitserlebnissen zu tun, die wir kennen.
 Er hat sie vor uns also mehr als schlecht gemacht damals.

Sonderbarerweise ist heute sie diejenige, über die wir ihn nach einigen Tagen echter Sorge, was denn mit ihm los wäre, bei Facebook wiederfanden.

Er war schon lange nicht mehr wirklich gesund und hat in unseren Augen viel zu viel neben seiner Rente gearbeitet, was wir oft mit Sorge beobachtet haben und dachten, er bringt sich so womöglich noch extra früh ins Grab, was doch gar nicht sein müsste, wenn er etwas kürzer träte.
 Nun ja .. ohne auf Wiedersehen zu sagen, war er plötzlich bei Facebook verschwunden.

Wir haben extra nach ihm gesucht und fanden seine Firma, von der er vorher erzählt hatte, er würde nun doch aufhören damit und wo nun stand, es ginge jetzt aber wieder weiter.

Also hat Jürgen ihm dort zur Firmen-E-Mail-Adresse geschrieben, dass wir uns Sorgen um ihn machen, wir beide und noch andere Facebook-Freunde von ihm auch. Eine Antwort kam aber keine.
 Dann sah Jürgen bei Facebook, dass seine frühere Partnerin ihn besuchen gewesen war, dass er wieder einen neuen Facebook-Account hätte, wo es auch Fotos gab, hat darauf auch reagiert und ihm gleich eine neue Freundesanfrage gemacht.

Ich nicht, denn ich habe gleich vermutet, da wird er kein Ja kriegen, und zwar deshalb, weil er ja aktiv eine kleine Gruppe Leute dort schon in der Freundesliste hatte, darunter auch die junge Frau, über die er uns höchstpersönlich erzählt hat, die Polizei in Preetz hätte ihm die Auskunft gegeben, sie sei eine professionelle Prostituierte, was ich nun wirklich nie und nimmer glaube.
 Weil ich sie so nun wirklich erstens nicht einschätze, sondern nur in Bezug auf ihre Partner als ziemlich flatterhaft, mehr aber nicht . und zweitens, weil die Polizei sowas gar nicht sagen dürfte und mir deshalb auch nicht vorstellen kann, dass die sowas gesagt haben könnten.

Ich erzählte das unserer Kieler Freundin und die sagte gleich, sie wäre immer aufmerksam und nett zu ihm gewesen, das hätte sie nicht verdient und sie würde ihm nicht nachlaufen. Das sehe ich genauso. Ich war auch immer nett und werde so jemand ganz bestimmt nicht nachlaufen.
 Jürgen meinte vorhin, nachdem ihm klar wurde, da kommt sicher kein Ja mehr zur weiteren Freundschaft .. tja wieder einer, der einen nur ausgenutzt hat, weil man etwas hatte, das er damals gut gebrauchen konnte.

Nämlich ein Pony, auf dem das kleine Mädchen, das ihm so am Herzen zu liegen scheint, jederzeit kostenlos hat reiten dürfen und wo wir uns immer die Zeit für genommen haben.

Er war auch nie mehr zu Besuch hier, obwohl er ja weiß, wir haben kein Auto derzeit und sind nicht mobil, seit wir keine Pferde mehr haben.
 Nein .. solche Freunde braucht man nicht. Aber es gibt sie halt immer wieder.

Dass man Freunde einfach ohne Streit aus den Augen verliert, ja das kommt vor, dass sie irgendwann unwichtig werden, obwohl sie es früher mal nicht waren, ja das kommt auch vor.

Aber das ist noch was anderes, als einfach so, weil man nicht mehr nützlich ist, nen Arschtritt verpasst zu kriegen.
 Dieser Freund, wo wohl nur unser Pony der Grund war, so zu tun, als seien wir richtige Freunde, erinnert mich an eine andere Freundin, für die wir mal nur Menschen waren, die ein Auto hatten, mit dem wir sie jahrelang immer mit zum Einkaufen haben nehmen können.

Die war schneckenfett und schlecht zu Fuß und war von heute auf morgen einfach weg, als wir uns nach über 4 Jahren, wo wir immer für sie dagewesen waren, dann lange kein Auto haben leisten können.
 Damals waren wir genauso enttäuscht und haben uns gesagt, das war nur die Freundin unseres Autos, nie mehr.

Wozu braucht man solche Menschen, die dazu in der Zeit, in der man für sie nützlich ist, auch noch so tun, als hätten sie einen gern und einem sofort, wenn der Nutzfaktor wegfällt, die Arschkarte zeigen.
 Nein .. solche Menschen braucht man ganz sicher nicht.
 Es gab in unserem Leben schon viele Freunde .. auch welche, die wirklich da waren, wenn wir wirklich Hilfe gebraucht haben .. wo auch wir mal deren Hilfe genutzt haben .. aber die haben wir auch nicht hinterher einfach fallenlassen, sondern sind bis heute sehr dankbar dafür, dass sie in der Not für uns da gewesen sind.

Es gab andere, die zu denen gehören, die ganz schnell beleidigt sind, die aber durchaus nett und hilfsbereit waren .. aber bei der kleinsten Meinungsverschiedenheit leider dazu neigen, dann den Kontakt abzubrechen.
 Auch sowas tut im Moment weh . .wird irgendwann auch unwichtig, weil Freunde nunmal kommen und gehen .. manche bleiben lange Freunde, andere eben nur eine kurze Weile ..und irgendwann kommt gerade bei denen, wo es nur kurz war, der Zeitpunkt, wo man überlegt, wie hieß der oder die eigentlich damals noch?

Es gibt sicher auch Freunde, die vergisst man nie und dennoch wird man mit ihnen nicht immer wieder warm, wenn man sie nach 20 Jahren doch wiedertrifft, weil einfach zu viel Zeit dazwischenliegt und man sich auseinandergelebt hat.
 Eine der schlimmsten Freundinnen, die wir jemals hatten, war dieser Klammeraffe, die sich hier aus dem Preetzer Frauenhaus kommend jahrelang wie eine Klette an uns hängte.

Es gab jahrelang kein Weihnachtsfest, kein Silvester und oft monatelang nichtmal auch nur einen Tag, wo sie nicht bei uns war.
 Dennoch hat uns selten ein Mensch so weh getan wie diese Frau.

Die sortiere ich in die Schublade der Menschen mit einem Borderline-Syndrom. Die reagieren auf ihre Lebensgefährten so und die reagieren auch so auf platonische Freundinnen und Freunde.

In der Zeit, wo man in ihren Augen zu den "Guten" gehört, sind die wirklich von einem begeistert . .und dann kippt das Ganze und man wird zu jemand von den "Bösen" und fällt bei solchen Menschen dann vom Glauben ab, wie hinterhältig und gemein die werden können.
 Dennoch .. nur ums Ausnutzen geht es diesem Typ "Freund oder Freundin" eigentlich nicht.

Auch wenn die einen am meisten verletzen und einen unendlich enttäuschen und einem auch extrem schaden können, weil die oft furchtbar rachsüchtig und dann auch falsch und hinterhältig werden können.
 Der Typus Freund, der einen nur ausnutzt, weil man etwas hat, das er gebrauchen kann ... na ja ... es gibt einen kleinen kurzen Stich ins Herz und dann sagt man sich .. so ein Mensch hat es wirklich nicht verdient, wegen ihm traurig zu sein.

Das war nie ein Freund und wenn der rumjammert, zu viel alleine zu sein, der hat doch selbst schuld. Dass solche Menschen einsam sind, daran haben die ganz alleine selbst schuld und es auch gar nicht besser verdient.
 Erzählen wollte ich es trotzdem mal, denn Jürgen hatte diesen Mann wirklich gern und er hat meinem Mann weh getan.

Und das war so einfach nicht in Ordnung.

Wenn das Mädel, die nun wieder mit ihm befreundet ist wüsste, was der uns über sie erzählt hat, ich glaube, sie würde anders über diese Freundschaft denken .. aber nun ja.

Was er gerade von ihr will, sei dahingestellt. Sie wird das sicher besser wissen.
 Na ja .. dann gibt es noch ne andere Form von Freundschaft, die auch nicht in Ordnung ist.

Hat auch mein Mann gerade selbst so erlebt.
 Der Jürgen spielt gerne Online-Games.

Früher gab es mal eine WOW-Gilde, aber die hat sich irgendwann halt auch aufgelöst und es machte keinen Spaß mehr, dieses Spiel viel zu spielen. Das ist ein typisches Gruppenspiel und alleine ist das nichts.

Viel Geld haben wir hier nicht übrig, aber einen kleinen Bezahl-Account hat der Jürgen immer.
 Als WOW noch gut lief, war es immer dieses Spiel, als dann dort die Mitglieder, mit denen Jürgen wirklich zuverlässig spielen konnte, immer weniger wurden, hat er damit aufgehört und spielte jahrelang Star Wars über einen Zahlaccount .. denn das kann man auch gut alleine spielen und braucht dazu keine Mitspieler.

Nun fragte ihn vor einer Weile aber jemand, ob er nicht Lust hätte, wieder in einer Gilde mitzuspielen. Jürgen freute sich darüber, gab das bisschen Taschengeld, was er so hat, für den WOW-Zahlaccount aus und ließ Star Wars erstmal verfallen.
Es lief noch nichtmal einige Wochen so, wie er sich das vorgestellt hatte. Der neue Gildenchef war und ist absolut unzuverlässig.

Anfänglich war er immer seltener da, zuletzt gar nicht mehr .. sagte auch gar nichts mehr, warum nicht und was der Grund gewesen wäre.

Nun auch mein Mann kann irgendwann konsequent sein. Nachdem er tagelang mit hängendem Kopf jeden Abend wartete, dass da doch noch einer auftaucht, hat er nun einfach den neuen WOW-Account gekündigt, wieder sein altes Spiel Star Wars für die nächsten 2 Monate bezahlt und spielt nun da.

Auch im Team-Speak .. denn das Unterhalten an sich mit Jürgen wäre diesem Mann ja so wichtig gewesen .. Schweigen im Walde, denn das ist ja kostenlos und Jürgen hat es nicht abgemeldet.

Tja .. auch da glaubte mein Mann an einen neuen Freund, der natürlich keiner war.

So ist das im Leben zuweilen.

Manche Freunde können eine große Enttäuschung sein .. aber es sind auch welche darunter wie das allererste und auch das allerletzte Beispiel, das ich hier erzählt habe, die wird man binnen kurzer Zeit so sehr vergessen, dass einem irgendwann nichtmal mehr deren Name einfällt .. und das ist auch gut so.

LG
Renate