Sonntag, 27. November 2016

Alles Liebe zum 1. Advent

Nicht mehr lange, dann ist schon wieder Weihnachten


Tja .. wie die Zeit vergeht ...wir wünschen Euch eine schöne Vorweihnachtszeit.



LG
Renate und Jürgen

Samstag, 26. November 2016

Hallo Mami ...

... waren gestern wieder zu Besuch da

 Es war einer dieser richtig trüben Novembertage, die für diese Jahreszeit doch eher typisch sind als Sonnentage.

 Wir hatten Lust, nochmal bei Dir rumzulaufen und auch zu schauen, was am Totensonntag sonst überall noch so an Gestecken und Blumengrüßen in der Umgebung dazu gekommen war.

 Bei Dir war noch alles super, Mami.

Wir kommen in einigen Tagen nochmal, wenn das Laub wirklich von den Bäumen runter ist, alles wegsammeln, damit sich das dann auch lohnt.

 Musel hat neulich mal angerufen, eher per Zufall, aber wir haben dann doch lange geschnackt. Bei ihm ist alles in Ordnung, es geht ihm gut, auch gesundheitlich, hat er gesagt, Mami.

 Gestern habe ich per Zufall was erfahren, das mich dran zweifeln lässt, ob ich vor einer Weile zu einer Absprache nicht rigoros hätte nein sagen sollen, weil da jemand in keiner Weise ehrlich gemeint hat, was wir gegenseitig abgemacht haben.

Die Welt ist ja so ein Dorf, Mami.

 Wie Du siehst, liegt bei Oma und Opa bisher noch immer keiner. Wir schauen ja auch dort immer mal vorbei. Grüß die zwei von mir und Emil auch und überhaupt alle, die schon mit Dir zusammen in dieser anderen Welt sind.



 Na ja ... jetzt kommen auch Fotos von den Pferden und ich will Dir noch erzählen, was wir gestern zufällig erfahren haben.

Da fragte mich jemand nach einem Namen. Es ging um ihre Stute, Stress mit einer Freundin und so weiter.

Die zwei sind nämlich auch mit ihren Pferden erst kürzlich in der Feldmark angekommen und klar sofort mit den gleichen Problemen dort konfrontiert worden wie Jürgen und ich zur "Begrüßung".

 Denen hat nämlich auch gleich einer grundlos das Kreisveterenäramt auf den Hals gehetzt. Es ist ihnen auch genauso wie uns eigentlich dann nichts passiert, alles okay ... aber der Schreck, sowas erleben zu müssen, war nicht anders wie bei uns.

 Tja .. aber dann hat die Person, die das tut, doch solche Angst, dass irgendeiner ihrer Opfer mal richtig sauer wird und ihr dafür eins überbrät .. und vor mir speziell deshalb, weil ich sowas dann auch noch im Blog einfach so erzähle.

Tja .. wenn ich erzähle, es ist wieder der nächste sinnlos angezeigt worden und wieder hatte die arme Amtstierärztin ne Arbeit zu erledigen, die sie von den eigentlich wichtigen Tierschutzfällen abgehalten hat ... nee das soll ich aber nicht.

 Ist schon klar .. es könnte ja einen beim Spielen stören, für den es ein Hobby zu sein scheint, andere Leute grundlos anzuzeigen.

Tierschutz ist ja was Feines .. aber Möchtegerntierschützer, die damit ihr Ego aufbessern oder so, warum auch immer ... die braucht diese Welt wirklich nicht.

 Na ja Mami ....es geht uns gut. Finanziell war die Woche bissel knapp, aber nicht zu knapp.

Ne Freundin brauchte uns sehr wegen Beziehungsstress, der mich verdammt an meine 1. Ehe erinnert, von der ich hoffe, sie packt das alles.

Generell läuft es hier finanziell und überhaupt aber recht gut. Es ist alles okay.

 Ich hoffe, bei Dir da oben hinterm Regenbogen ist auch alles okay.

Übermorgen ist nun auch schon der 1. Advent.

Muss mal nach Kerzenbildern suchen, damit ich überall Grüße hinterlassen kann.

 Schreiben tu ich zur Zeit sehr viel über Hundefutter, beschreibe so natürliche Snacks für die Wauwis. Die Texte lassen sich recht einfach bearbeiten.

Dann bis bald mal wieder, Mami.

Deine Renate

Mittwoch, 23. November 2016

Warum Loslassen im Leben so wichtig ist ...

... und warum Loslassen nicht immer das gleiche ist

Loslassen gehört zum Leben, aber nicht immer gelingt das so, wie es sein sollte.

Wenn ein geliebter Mensch oder ein geliebtes Haustier stirbt, müssen wir loslassen.

Es ist ein Unterschied zu trauern, aber den Verstorbenen in Frieden loszulassen oder zu klammern und nicht gehen zu lassen.

So ungewöhnlich eng meine Beziehung zu meiner Mutter auch gewesen sein mag, es war mir möglich,sie im Tod loszulassen. Vielleicht war das so, weil ich mir in ihrem Fall ganz sicher habe sagen können, dass ich alles nur Menschenmögliche für sie getan habe und weil sie selbst mir das vor ihrem Tod auch gesagt hat und sich auf ihre Art dafür entschuldigt, dass sie sich zeitlebens so sehr an mich geklammert hat, indem sie mir im Bewusstsein ihres Todes sagte, sie hätte sich nichts sehnlicher als ein Kind im Leben gewünscht, aber sei sich auch bewusst darüber, dass sie immer eifersüchtig auf meine Partner gewesen sei und nun froh, in dem Bewusstsein gehen zu können, dass ich einen in ihren Augen guten Mann an meiner Seite hätte. Vielleicht haben mir genau diese Worte von ihr besonders dabei geholfen, sie in Frieden loslassen zu können.

Ich konnte aber auch andere Verstorbene wie meine Großeltern und viele unserer Haustiere in Frieden loslassen.

Sehr lange war es mir aber nicht möglich, meinen ersten Mann loszulassen, obwohl ich sehr früh begriff, dass diese Ehe mir alles, aber nicht gut tat.

Ich habe dazu fast 40 Jahre gebraucht, obwohl nur die ersten 3 davon, nämlich die vor unserer Eheschließung, wirklich glücklich gewesen sind. Der Rest bestand aus Erschrecken, Angst, immer mehr Misstrauen und dem Gefühl, den falschen Mann geheiratet zu haben.

Ich empfand uns beide als ein Wir, das ich einfach viel zu lange nicht habe wieder in ein Ich und Ich teilen können.

Das gelang mir schlagartig im Jahr 2007 ... dieses Wir fiel wie ein Schatten von mir ab und ich war wieder ich selbst so wie 1969, als ich dieses Wir begonnen hatte aufzubauen.

Ich bin kein Ich-Typ. Ich bin immer ein Wir-Typ gewesen.

Es war aber wichtig, dieses Wir, dieses Du loszulassen, um über mein neues Ich das wir zu finden, das mir auch gut tat.

Dieses Loslassen ist etwas völlig anderes als das beim Tod eines geliebten Menschen oder auch Haustieres.

Auch Kinder muss man loslassen können.

Ich habe bei meinen Kindern große Fehler gemacht, obwohl ich mir ehrlich sagen muss und sie mir auch zugestehen sollten, dass ich sie immer über alles geliebt habe. Ich habe den Fehler gemacht, ihnen eine unglückliche Ehe zuzumuten, die ihnen nicht gut hat tun können.

Ob sie das jemals psychisch werden verkraften können, weiß ich nicht. Ob sie die Vergangenheit jemals so werden mit Abstand sehen können, um mir das verzeihen zu können, weiß ich auch nicht.

Was ist loslassen bei den eigenen Kindern. Ich versuche zu verstehen, dass sie von mir Abstand brauchen, um zu sich selbst zu kommen.

Aber ich versuche auch nach wie vor, immer zu erfahren, wie es ihnen geht.

Meine Kinder leben, und Kinder, die nicht gestorben sind, kann ich als Mutter nicht loslassen.

Mein Mann, der mit seinen Kindern ähnliche Dinge erlebt, kann das übrigens auch nicht, sondern freut sich über jede kleine Randnotiz, die ihm sagt, es geht ihnen gut.

Nachti
Renate

Wenn miterlebte Gewalt für Kinder unerträglich wird

Ich weiß genau, wovon ich rede


Ich war nicht in der Lage, auch mit Hilfe meiner Mutter nicht, unsere vier Kinder aus der Atmosphäre der Gewalt herauszuholen, habe viel zu lange immer wieder gehofft, ihrem Vater helfen zu können, weil er ja abwechselnd Schutz brauchte, sogar ständig mit Selbstmord drohte, wenn ich ihn allein lassen würde, dann aber auch immer wieder gewalttätig wurde, sobald ich versucht habe, ihm klarzumachen, dass bestimmte Formen seines Fehlverhaltens einfach nicht gingen.

Meine Kinder haben eine Mischung aus Angst und Fürsorge, Restliebe, aber auch Hass und Hoffnungslosigkeit, Kampf, ihnen gemeinsam mit Hilfe meiner Mutter und oft auch wiederum in guten Phasen auch mit Hilfe ihres Vaters dann das Überleben zu sichern.

Es muss grauenvoll für sie gewesen sein. Ich gehe davon aus, sie verachten mich alle.

Vielleicht werden sie mir irgendwann vergeben, dass ich zu schwach war, die Situation in den Griff zu bekommen, mit der ich hoffnungslos überfordert war, weil meine Kraft nur reichte zu arbeiten, dafür zu sorgen, dass sie ein Dach über dem Kopf, zu essen, zu trinken und Kleidung hatten.

Die Identifizierung mit dem Agressor ist oft die einzige Möglichkeit für Kinder zu überleben. Sie reden sich die Vergangenheit schön, um nicht selbst daran kaputt zu gehen.

Es tut mir so leid, dass sie so haben aufwachsen müssen.

Ich verlinke hier einmal etwas über miterlebte Gewalt:


Und noch etwas aus unserem Haupt-Blog über in erster Linie eher psychische Gewalt, wo die körperliche Gewalt nicht überwog .. das war in meiner Familie auch so, und besonders das machte es so schwer, dieser Situation zu entkommen.


Ich kann nur jeder Frau raten, auch wenn ich weiß, wie schwer das ist, den Kindern und sich selbst zuliebe so früh wie möglich zu versuchen, aus einer Beziehung, die von Gewalt geprägt ist, zu entkommen, egal wie liebevoll der Mann zwischenzeitlich sein mag.

PS: Es geht sicher auch umgekehrt, dass die Gewalt von der Frau ausgeht und der Mann leidet, besonders bei psychischer Gewalt.

LG
Renate

Sonntag, 20. November 2016

Totensonntag - Spaziergang zu Mamas Grab und den Gräbern anderer

 Am Totensonntag gehen Jürgen und ich eigentlich immer eine Runde um den Friedhof und besuchen natürlich Mamas Grab, aber auch noch einige andere von Menschen, zu denen in erster Linie ich früher einmal eine enge Beziehung hatte .. Jürgen kennt sie ja oft nur von meinen Erzählungen.

Dazu gehört Philipp, der früher mit Vanessa zusammen in einer Klasse war und ein guter Freund von Manuel und Vanessa gewesen ist, als er noch lebte.



Dazu gehören natürlich auch meine früheren Schwiegereltern über meinen Ex-Mann und Großeltern meiner Kinder.

 Das Grab oben haben wir nur so aufgenommen, weil es so ungewöhnlich war.

Links Jürgen mit Ines, die heute einmal mit uns mitgelaufen ist.

Irgendwo in der Nähe dieses Gebäudes soll sich auch das Grab von Ingrid befinden .. aber es war für uns nicht möglich, es zu finden. Na ja .. gedacht haben wir an sie.

 Nicht hinschauen, wie ich da oben schaue .. aber ich habe das Bild trotzdem mal hier rein gestellt, weil ich da hinter dem ehemaligen Grab meiner Großeltern stehe, das schon lange nicht mehr da ist, aber jemand Neues liegt bisher dort noch nicht.

Rechts das Grab der Eltern meiner besten Freundin in der Kindheit.

 Mein früherer Schwager, der verstorbene Mann der ältesten Vollschwester meines Ex-Mannes.

 Oben dann Mamas Grab mit dem Engel und den roten Akzenten im Gesteck.

Rechts das Grab des Mannes von Ingrid, deren Grab wir wie gesagt nicht haben finden können.

 Ines hat dann noch ein paar richtig schöne Bilder von Boomer und mir mit Mamas Grab gemacht.



Nochmal Mamas Grabgesteck von nah dran.

Es war alles in Ordnung, Gott sei Dank.

 Oben der Himmel über dem Friedhof und dem Gelände von Lidl, wo wir geparkt haben bzw. auch immer parken, wenn wir Mama auf dem Friedhof besuchen.

Links dann die Pferde, die wir nach dem Besuch auf dem Friedhof noch versorgt haben.



Da gab es dann Müsli.

 Unser futterneidischer Hund, der bei den Pferden sogar Obst und Gemüse klaut.

Und unten ein seltenes Bild ... Jürgen und ich zusammen auf einem Foto, weil Ines diese letzten Bilder gemacht hat.

Nachti .. Jürgen und ich gehen jetzt schlafen.

Bis morgen
LG Renate