Mittwoch, 4. Oktober 2017

So ein Schietwetter heute ...

... nun reicht es aber langsam mit Regen hier

 Was haben wir nur fürn Schietwetter heute.

Lieber Petrus, gibt es nicht irgendwo ne Wüstenecke, wo die Leute auf Regen warten? Weil .. wir haben allmählich wirklich genug davon von Dir bekommen und könnten locker mal 4 Wochen trockenes Sonnenwetter oder zumindest, wenn bedeckt, komplett trockenes Wetter vertragen hier bei uns im Norden.

 Na ja ...dafür dass heute 24 Stunden Dauerregen angesagt war, war Petrus fast noch human zu uns .. immerhin war es ab und zu mal trocken zwischen den Schauern und hat oft nicht gerade gepladdert, sondern nur getröpfelt.
 Wenn die Wettervorhersage stimmt, soll es morgen ab Mittag nen Tick was besser werden.

 Die Fotos hier sind alle von heute, als wir nachmittags bei den Pferden waren.

Sehr viel haben wir nicht machen können.

Ich habe nur ungefähr ne halbe Schubkarre von Pferdeäppel geschafft und dann aufgehört, weil mir der Regen dann doch zu dolle von oben runterkam, hab mich dann mit Jürgen in den Unterstand verzogen und mit ihm zusammen den Pferden beim Grasen zugeschaut, ab und zu dabei mal das eine oder andere von diesen Fotos gemacht.

 Ich finde, was man an diesen Regenfotos recht gut erkennen kann, ist eigentlich das, was ich sehr oft zu Leuten sage, die immer meinen, wenn es regnet,  muss man Pferde doch im Stall einsperren, weil sie ja nass werden .. und ich dann sage, ich hatte in Depenau den Offenstall .. und der war anders als das, was wir hier haben bauen dürfen .. also groß und geschlossen und so ... unmittelbar hinterm Haus stehen und konnte vom Wohnzimmerfenster aus die Pferde laufend beobachten.
 Pferde gehen nach meiner Erfahrung sehr selten freiwillig in den Stall. Regen stört sie überhaupt nicht, Schnee auch nicht .. Hagel schonmal ja, da gehen sie dann kurz rein .. und am meisten Hitze und pralle Sonne .. und sie nutzen dann so einen Stall auch nur dann, wenn der schattiger und angenehmer ist als die Bäume in ihrer Umgebung, sonst auch nicht.

Na ja ... Jürgen ist da rechts gerade dabei, den Schauch hinterm Teich zuzumachen ... da wird es allmählich zu sumpfig wegen dem vielen Regen.

 Der Schlauch gehört genauso wie die kleine Ecke direkt neben den Schafen, die wir schon zugemacht haben, zu den Weideteilen, die nicht ganzjährig nutzbar sind bei uns .. die Ausbuchtung in der Mitte geht aktuell noch, aber auch die werden wir wohl ab ca. November .. zumindest wenn es weiterhin so nass von oben bleibt .. auch absperren, damit die Pferde keine Löcher in den Boden treten.

Ansonsten ist unser Boden sehr gut für die Ganzjahresweidehaltung geeignet.

 Die Hüs wären beleidigt gewesen, wenn sie heute nicht oben hätten ihre Zeit grasen dürfen .. deshalb haben wir solange im Unterstand geschnackt, ihnen zugeschaut und sie in aller Ruhe ihr lecker frisches Gras muffeln lassen.

Mal schauen, ob Jürgen morgen beim Bau weitermachen kann ... heute war einfach kein Wetter dafür. Da hat es genügt, dass er den Schlauch zugemacht hat.
 Wie man sieht, kleben meine nassen Haare bei mir am Kopf .. aber die Pferde, die durchaus hätten ja zu uns unter den Unterstand kommen können, taten das nicht .. die haben in Ruhe draußen gegrast und sich offensichtlich dabei auch wohl gefühlt.

Die Kühe nebenan und die Schafe grasten übrigens auch und ließen sich durch den Regen nicht aus der Ruhe bringen. Die sehen wir ja immer von uns aus.

 Wir haben uns unlängst mit jemand über Striegel-Rituale unterhalten, die sicher manche Menschen an sich haben, deren Pferde in der Box stehen und direkt von der Box in die Reithalle gebracht werden können und so.

Solche Leute verstehen selten, dass man Pferde, die robust gehalten werden, im Herbst und Winter nicht zu viel striegeln sollte, schon gar nicht, wenn sie nass sind .. aber auch sonst nur ein bisschen.

 Pferde, die Tag und Nacht raus können und das bei jedem Wetter, brauchen ein dichtes Unterfell, schöne Obergrannenhaare und auch das Fett im Fell, damit die Haut unter dieser Fellschicht trocken bleibt, was sie nämlich tut, wenn man diese Regeln beachtet.

Es ist ein Unterschied zwischen dem Fellwechsel zum Winter und dem zum Sommer, wenn man Offenstallpferde hält, was die Fellpflege anbelangt.

 Zum Winter hin muss sich das Fell für solche Tage wie den heute in aller Ruhe entwickeln können.

Wenn es dann Sommer wird und das Winterfell rausfällt, dann darf man striegeln, was das Zeug hält und dem Pferd helfen, die dicke Wolle wieder loszuwerden, die dann auch juckt und stört .. um diese Jahreszeit aber nicht, da brauchen Offenstallpferde ihr Winterfell, das man keinesfalls rauskratzen sollte.
 Na ja ... da hatten wir dann die Pferde ihre ca. 2 Stunden in Ruhe oben grasen lassen und wollten wieder heim.

Ich habe die letzten Bilder dann von Jürgen gemacht, wie er zuerst Prima und dann Thunder runtergeführt hat .. und Chiwa, die meistens dann alleine runterläuft .. nur son bissel angeschoben, damit sie in die richtige Richtung läuft.

 Da war Prima schon unten, dann Thunder dran.

Es regnete halt immer noch.

Jetzt eben, als wir mit Boomer nochmal raus waren, hatte es aber zumindest vorübergehend mal aufgehört.

 Thunder war dann auch unten .. nun kam Chiwa dran.

Ich habe gestern auch nochmal außer mir anzusehen, wie patschig der Schlauch schon ausschaut, auch nochmal genau überprüft, ob unten noch genug Weidegras ist .. doch es reicht noch ein Weilchen.
 Die Eicheln sind allerdings auch so in etwa von den Bäumen runter.


Das ist gut so ... dann werden die drei immer in den Stunden, wo sie oben grasen dürfen, auch davon welche wegnaschen .. den Rest können wir dann auch einharken und hinter den Zaun befördern .. und dann dürfen sie nachher auch wieder die ganze Weide ganztägig nutzen.

Ich denke mal, dass sie meistens noch unten sein müssen, wird nicht mehr viel länger als eine bis zwei Wochen dauern. Dann ist diese Phase auch vorbei.

Tja ... das war dann mal ein Bericht mit Mecker über Petrus und dieses Schietwetter, auf das wir allmählich echt keinen Bock mehr haben.

LG
Renate

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