Sonntag, 30. August 2020

Der Tag nach der Anti-Corona-Panikmache-Demo in Berlin

 Darüber zu lesen, war mehr als interessant

Tja ... der Tag nach der Anti-Corona-Panikmache-Demo in Berlin war heute also vorbei.

Ich wäre zu krank, um bei sowas noch dabei sein zu können, aber bin froh, dass mir trotz der Tatsache, dass ich befürchte, ich habe nicht mehr sehr viele Jahre zu leben, wenn überhaupt noch Jahre, dass ich doch noch miterleben kann, wie dieses Land langsam aufsteht, die Menschen, die Widerstand leisten, mehr werden und beginnen, sich zu wehren.

Und die meisten davon sind eben nicht rechtsradikal oder ideologisch komplett plem-plem.

Schon beim Aufwachen hörten wir, dass die Gruppe der sogenannten Reichsbürger, die ungefähr 3..000 Mann stark gewesen sein soll, später versucht haben soll, das Reichstagsgebäude, also den Sitz des Bundestages, zu stürmen und nur mit knapper Not von einigen sehr mutigen Polizisten daran gehindert werden könnte.

Dass sowas schockt, da kann ich mich reindenken, auch Angst macht, wenn man gerade ein politisches Amt inne hat, aber hätten sie nicht damit rechnen können? Geredet haben viele radikale Gruppen schon seit Jahren davon und Corona brachte das Fass nur endgültig zum Überlaufen. Vielleicht hätte sich die Polizei ein wenig mehr darauf vorbereiten sollen, dass sowas wirklich passieren kann.

Ich habe von Leuten, die dabei waren, sehr zuverlässige Berichte, wie es wirklich war. Die haben rechtsradikale Leute um sich rum gar nicht gesehen, auch nicht diese Reichsbürger. Das wurde ihnen dann während der eigentlichen Großdemo nur übers Smartphone zugetragen, was da nebenbei ablief.

Was sie gesagt haben war, die Polizei war teils sehr nett und hilfebereit, aber nicht immer. Es gab auch Polizeitrupps, die sie eingekesselt hatten, nicht in die Seitenstraßen, auf eine Brücke ließen und so provozierten, dass sie die Sicherheitsabstände gar nicht einhalten konnten. War interessant, das mal so zu hören, denn gelesen hat man gar nichts darüber, dass die Polizei sowas gemacht hat. Freunde von uns sagten, sie wären jetzt echte Zeitzeugen dieses denkwürdigen Tages.

Nach den Fotos, die ich gesehen habe, waren das eher viele ganz normale und keine Leute aus dem rechsradikalen Lager, die da zusammengekommen sind.

Alles war sehr friedlich. Die Demo wurde auch gar nicht aufgelöst, sondern fand statt, und ganz friedlich.

Wie viele Leute wirklich da waren, schwer zu sagen. Dieses Mal sollen es laut Polizei ungefähr 38.000, also doppelt so viele wie bei der Demo davor gewese sein.

Zieht man solche Splittergruppen wie die Reichsbürger ab, bleiben immer noch genug friedliche Gegner der überzogenen Corona-Regeln übrig.

Sehr interessant fand ich die Rede von Robert F. Kennedy jr., dem Sohn von Robert Kennedy, dem Bruder von John F. Kennedy.

Er wiederholte diesen unvergesslichen Spruch seines Onkels "Ich bin ein Berliner". Er erzählte, in USA würden sie sicherlich morgen schreiben, er hätte vor lauter Nazis gesprochen, aber er würde keine Nazis sehen.

Ich habe mitbekommen, dass er schon zu den Leuten gehört, die neben anderen auch Bill Gates zu den Leuten zählen, die irgendeine mysteriöse Weltwirtschaftsmacht wollen und die Panikmache durch eine Pandemie ausnutzen, die Menschen weltweit dafür gefügig zu machen. Er sagte, Angst vor einer Seuche oder aber Krieg wäre immer ein gutes Mittel, um Menschen so einzuschüchtern, dass man alles mit ihnen machen könnte und er würde sich freuen, dass auch in Berlin Leute da wären, die sich das nicht gefallen lassen wollen.
Natürlich habe ich dann nachgeschlagen, was Wikipedia über Robert F. Kennedy jr. sagt, klar gefunden, er wird in USA eben zu den Verschwörungstheoretikern gezählt, er ist unter anderem ein Impfgegner, aber auch Barack Obama hat mal erwogen, ihm die Leitung des US-Umweltamtes zu übertragen, weil er von Umeltpolitik sehr viel versteht. Das Amt kriegte dann aber doch eine Lisa P. Jackson. Außerdem kann man nachlesen, dass er Zweifel daran hat, dass sein Vater wirklich von dem Mann getötet wurde, der deshalb im Gefängnis sitzt.

Mit diesem Video und dieser Rede und auch diesem Mann an sich und was er gesagt hat, muss ich mich noch genauer beschäftigen.

Ich fand es aber interessant, denn was wegen Corona passiert, passiert ja weltweit und muss deshalb auch einen weltweiten Grund haben. Insofern ist sowas doch ein guter Anhaltspunkt, da vielleicht weiterzukommen.

Tja .. unsere nicht wirklich gute Berichterstattung macht mich traurig.

Ein wenig Mut hatten einige schon, aber immer sehr verhalten, so Schäuble, der schon in der Tagesschau zugab, dass die Randalierer doch nur eine Splittergruppe waren und auf der Instagram-Seite von Robert Habeck findet man auch, dass man eben mit den anderen Leuten diskutieren müsste, denn genau das wäre Demokratie, ihnen zuzuhören, warum sie die Corona-Maßnahme falsch fnden. Geschockt über den Versuch, das Regierungsgebäude zu stürmen, war allerdings auch Habeck.


Auch das NDR-Radio traute sich zu sagen, dass eben Schäuble gesagt hätte, die Randalieer wären doch nur eine Splittergruppe gewesen, die meisten Leute wären doch sehr vernünftig gewesen.

Zusätzlich fand ich viele auch sehr ruhig formulierte Posts von Prof. Streeck zum Thema, der eben auch sagt, wir müssen weg von Verboten hin zu Geboten, aufklären und nur auf die Vernunft der Menschen setzen.

Er traute sich auch zu sagen, wir wissen noch nicht, ob nicht Länder wie Schweden den besseren Weg eingeschlagen hätten, denn die Durchseuchgung könnte eventuell ein Schutz sein, wenn der Herbst kommt, wo es eben normal ist, sich mit ansteckenden Krankheiten nicht nur zu infizieren, sondern auch davon krank zu werden.

Da konnten im Sommer Infizierte eventuell auch einen Immunschutz aufgebaut haben, der ein Vorteil wäre .. aber erfahren würden wir das erst, wenn der Herbst vorüber wäre, ob wir oder Länder wie Schweden den besseren Weg eingeschlagen hätten.

Ich erfuhr dabei auch, dass der Vorgänger von Professor Streeck mal Christian Drosten war, bevor er nach Berlin ging.

Die beiden sind im Prinzip gleich wichtig bei ihrer Arbeit .. aber ich habe das Gefühl, dass Professor Streeck mit seiner ruihigen Art langsam Boden gewinnt, und das freut mich sehr.

LG

Renate


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