Donnerstag, 4. Juni 2020

Hallo Mami, war das heute ein Schietwetter

Wir waren dann zu Hause beide nass bis auf die Unterhose und die Socken

 Hallo Mami. Der Fahrstuhl ist nun fertig ausgetauscht und funktioniert wieder.

Deshalb waren wir heute bei Dir und haben Dir ein paar neue Blumen auf Dein Grab gepflanzt.

 Eigentlich war Dauerregen erst für morgen angesagt und wir dachten, das ist super, dann werden die Blumen gut anwachsen dadurch.

Heute sollten nur 40 % Regenwahrscheinlichkeit sein.

Jürgen hat gesagt, ja die 40 % Regen haben wir auf dem Weg zum Friedhof und zurück wohl zu 100 % abbekommen.

 Wir zwei hier startklar mit Tuch um Mund und Nase zum Busfahren, ohne darf man ja nicht.

 Es fing gerade an zu regnen, als wir losgingen.

Es wurde unterwegs teils richtig schlimm .. es regnete wirklich Strippen zwischendurch, zum Beispiel als wir aus der Unterführung vom Bahnhof hochkamen.

 Da haben wir unterm Dach erstmal ein paar Minuten abgewartet, bis es zumindest etwas weniger wurde . .ganz aufgehört hat es leider heute in der Zeit, als wir bei Dir waren, überhaupt nicht.

 Na ja .. auf dem Friedhof. Da waren jedenfalls Bäume .. aber auch die tropften schon, das Blätterdach war durchgeregnet, denn so viel Regen war das heute schon.

Für die Natur ja eigentlich gut.

 Pepe machte auch den Eindruck, dass es ihm echt zu viel war mit dem vielen Wasser von oben.

 Als wir durch den alten Friedhof durch waren und es auf den neuen rüberging, goss es immer noch wie verrückt.

 Na ja .. wir sind tapfer weiter.

Ich habe übrigens neulich mal mit Esther telefoniert. Sie hat mich angerufen und etwas erzählt.

Die Familie ist gesund, keiner hat sich bisher mit Corona angesteckt.

Im Job hatte sie trotz Erzieherin Glück. Obwohl sie oft weniger arbeiten musste, hat sie den vollen Lohn weiterbekommen. Das hat mich sehr für sie gefreut. Die Arbeit ist mit den Kindern durch diese Corona-Regeln aber schwierig, hat sie gesagt. Da kann ich mich reindenken, dass das nicht einfach ist.

 Ich erfuhr bei dem Gespräch zufällig, dass Raphael und Marc von Vanessa momentan sehr gut befreundet sind und viel zusammen unternehmen.

So habe ich mal erfahren, dass es Marc auch gutgeht.

Erkennen würde ich heute auf der Straße weder Raphael noch Marc .. die habe ich so lange nicht gesehen und sie sind ja erwachsen, ich glaube nicht, dass ich sehen würde, dass sie es sind, selbst wenn sie mir entgegenkämen.

 Ich hatte vermutet, dass Dein Grab schlimmer aussehen muss.

Die Stiefmütterchen haben sich super verwachsen und blühten noch richtig toll.

Wir haben das Heidekraut zwischenraus genommen und dann die eine Rose, die wir Dir mitgebracht haben und die Eisbegonien dazwischengesetzt.

 Oben unser nasser Hund und rechts das Grab von Kallis Mama.

Da sorgte der Regen heute fürs Begießen.



 Fertig, nur noch bisschen Wasser drauf.

Es sollte alles wirklich so gut anwachsen, denke ich.

 Sei bitte nicht böse, dass es nicht super-ordentlich geworden ist. Bei dem Wetter war das nicht möglich.

Wenn wir wiederkommen, machen wir das besser. Es muss erstmal so gehen.

 Den Osterhasen haben wir mitgenommen.

Die Katze und den Engel haben wir Dir dagelassen.

 Ich hatte uns ein Picknick besorgt, aber bei dem Wetter konnte man sich wirklich nirgends hinsetzen.

Eigentlich hätten wir das bei Dir auf der Bank essen wollen, ging aber nicht.

 Wir haben es dann im Stehen beim Klo-Häuschen aufgefuttert.

Da konnte man sich zwar auch nicht hinsetzen, denn die Bank steht ja draußen, aber wir konnten jedenfalls unter nem schützenden Dach was essen und trinken.

 Für Pepe gab es ein Leckerli-Stängchen.

Wir hatten ein Vollkorn-Sandwich mit Käse, Rucola-Creme, Ei und Gurke und zum Nachtisch jeder ein Hanuta.

Dann hatte ich Jürgen ein Malzbier und mir eine Erdbeermilch eingepackt.

 Na ja .. ansonsten waren wir triefnass, schon da .. aber mussten ja noch weiter wieder zum Bus.



 Und weiter wieder vom neuen auf nun den alten Friedhof. Es goss immer noch wie verrückt.

 Als der Bahnhof in Sicht war, wurde es weniger mit dem Regen.

Nun tröpfelte es nur noch.

Aber zu spät. Wir waren schon alle beide wirklich nass bis auf die Haut da.
 Nochmal Treppensteigen für mich, aber durch die Reparatur vom Fahrstuhl war ich ja in Training.


Nach einem Viertelstünden warten auf dem Busbahnhof kam dann der Bus und es ging nach Hause .. klar wieder mit Maske.

Diese Maskenpflicht ist im Bus noch schlimmer als im Laden beim Einkaufen. Da war ne Luft drin, echt grauenvoll und man konnte kaum atmen, schon gar nicht mit dem Tuch um die Nase, obwohl ich zwei sehr dünne ausgesucht hatte für diese Tour .. was auch gut war, sonst wären wir im Bus sicher erstickt.

 Lupinen neben der Bushaltestelle bei uns.

Endlich zu Hause, nur noch ein paar Meter bis in die trockene Wohnung, wo wir die klatschnassen Klamotten ausziehen konnten.

 Nochmal lächeln für die Kamera trotz Regen und kalt.

 Das sind jetzt Rosen, die gerade vor dem blauen Wohnblock bei uns sehr schön blühen.






Bis bald Mami.

Deine Renate

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