Montag, 12. Oktober 2020

Hab gestern nur eine Stunde telefoniert, was scheinbar über meine Kräfte ging ...

 ... bin bis jetzt immer noch am Boden zerstört

Unser Gassi mit Pepe gestern vor diesem Telefonat.

Es war wie immer. Ich bin ja schon lange sehr schlapp, aber habe es bisher ja sogar immer noch geschafft, zum Kaufmann und zurück zu laufen und auch alleine einzukaufen, auch wenn es mir schwerfiel.


Ich hatte mich gestern mit einer alten Freundin zum Telefonieren verabredet. Wir haben schon lange nicht mehr richtig geklönt, nur immer geschrieben.

Sie hat auch gesundheitliche Probleme, teils meinen nicht unähnlich und sonst auch viel erlebt, das nicht so gut war und eben genauso wie bei mir manche Erlebnisse in den zurückliegenden Jahren an die Substanz geht.


Man soll sich ja nicht aufregen und nicht überanstrengen .. das sagt sich so leicht, besonders beim Aufregen ... bei Stress tut man es leider dann eben doch.

Mir fällt es schon länger leichter zu tippen als zu reden.

Ich kann schon lange nicht mehr reden, wenn ich gleichzeitig laufe, also gar nicht reden dann. Das kostet mich zu viel Kraft.

Und wenn ich manchmal was Langes getippt habe und es wie gewohnt durchaus ja im Sitzen Jürgen vorgelesen habe, ist mir schon dabei immer wieder aufgefallen, nach einer Weile bleibt mir die Stimme weg.


Ich merkte gestern, dass mich das Telefonieren sehr anstrengt .. aber eine Stunde wurde es dann doch. Es gab so viel zu Erzählen zwischen uns alten Freundinnen.

Danach habe ich uns was zu Essen gemacht, noch bisschen sacken lassen wie immer, hingelegt .. und als ich dann vom Schlafen hochkam, der erste Schwächeanfall im Bad .. nur weil ich vom Bett bis zum Klo geschlichen bin . Panik pur wieder.


Ich hab mich zwar halbwegs begrabbelt .. Jürgen hat versucht mir zu erklären, ich muss bei sowas mehr ausatmen als einatmen .. er kennt das von früher vom Leistungssport .. ich arbeite also dran.

Trotzdem .. mir geht es wie nem Schluck Wasser.

Ich musste Jürgen nachts wecken, weil ich auf der Toilette einen Schwächeanfall hatte und nicht mehr aus dem Bad rauskam geschweige denn in die Küche, um was zu trinken.


Heute früh war nichtmal mehr sowas Einfaches wie Frühstück machen drin .. hab Jürgen wieder geweckt .. er hat mir sogar beim Anziehen geholfen.

Mist ist das.

Wirklich richtig essen konnte ich gestern nach dem ersten Anfall auch nicht .. dabei braucht der Körper doch Nahrung.


Eben habe ich schon nach dem Weg vom Wohnzimmer zum Klo erkannt .. es hat keinen Sinn, auch nur den Versuch zu unternehmen, nur die halbe Treppe runter bis zum Fahrstuhl und dann von da bis auf die Bank vor der Tür zu kommen .. ich hätte das nicht geschafft ohne lebensgefährliche Herzrhythmusstörungen, da bin ich sicher.

Fühl mich nach wie vor wie ein Schluck Wasser .. echt sowas von abgeschlafft, schlimmer geht es nicht mehr.

Und das nur, weil ich mich beim Telefonieren ein wenig übernommen, mir zu viel zugetraut habe.


Nun versuche ich mit Jürgens Hilfe, ganz vorsichtig wieder auf die Beine zu kommen.

LG

Renate


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